Serbiens Regierungschefin verspricht mehr „unpopuläre“ Reformen
Belgrad (APA) - Serbiens designierte Ministerpräsidentin Ana Brnabic hat am Sonntagabend die Fortsetzung von „unpopulären“, von ihrem Amtsvo...
Belgrad (APA) - Serbiens designierte Ministerpräsidentin Ana Brnabic hat am Sonntagabend die Fortsetzung von „unpopulären“, von ihrem Amtsvorgänger Aleksandar Vucic eingeleiteten Reformen versprochen, um die Finanzstabilität des Landes zu sichern. Gegenüber dem TV-Sender „Pink“ stellte Brnabic fest, dass ihre Regierung eine bereits wesentlich bessere und stabilere Finanz- und Wirtschaftslage erwarte.
Ihr Amtsvorgänger Vucic hatte sich Ende 2014 für Sparmaßnahmen entschlossen, die unter anderem deutliche Abstriche bei Einkommen im öffentlichen Dienst und Pensionen vorsahen. Die Sparmaßnahmen wurden im Rahmen eines dreijährigen Kreditabkommens mit dem Internationalen Währungsfonds getroffen, das noch bis Jahresende läuft. Brnabic zufolge dürften die Einkommen und Pensionen erhöht werden, solange dies nicht den geplanten Abbau der öffentlichen Ausgaben gefährden würde.
Vucic hat nach seinem Wahlsieg im April vor kurzem das Präsidentenamt angetreten. Brnabic soll voraussichtlich am Mittwoch dem Parlament ihr Regierungsprogramm vorstellen. Ihre Regierung muss bis Monatsende vom Parlament bestätigt werden. Das Regierungsbündnis verfügt über eine klare Parlamentsmehrheit.
Brnabic, 41 und parteilos, ist die erste Frau, die in Serbien das Ministerpräsidentenamt übernehmen soll.