Sprengel-Leistungen im Laufe der Jahre „explodiert“
Der Sozial- und Gesundheitssprengel Landeck, Zams, Fließ, Schönwies feierte 30-Jahr-Jubiläum. Pflegestunden seit 1992 mehr als verdreifacht.
Landeck, Zams –„Pflege benötigt in Zukunft einen guten Plan, um den Herausforderungen gewachsen zu sein.“ Das hob Bundesratspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann am Sonntag bei der Feier 30 Jahre Sozial- und Gesundheitssprengel Landeck, Zams, Fließ, Schönwies hervor. Schauplatz der Jubiläumsfeier war der Saal der Gipfelhütte am Krahberg.
Pflegelandesrat Bernhard Tilg dankte dem 50-köpfigen Sprengel-Team für dessen Einsatz und nannte Fakten: „2016 wurden 29.300 Pflege- und Betreuungsstunden geleistet. Die Stundenzahl ist seit dem Jahr 2010 um 77 Prozent gestiegen. Aktuell betreut das Team 325 Klienten in den vier Mitgliedsgemeinden.“
Obmann Toni Pircher sprach ebenfalls Dankesworte aus und hob den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter hervor. „Die Helfer müssen im Fokus stehen, es muss auf sie geschaut werden.“
Für Geschäftsführerin Doris Habicher sind 30 Jahre ein „Erwachsenen-Alter“, das für Beständigkeit, Entwicklung und Erfahrung spreche. „Die hauptamtlichen Mitarbeiter sind jene, die dem Sprengel tagtäglich ein helfendes und menschliches Gesicht verleihen.“ Die Leistungen seien im Laufe der Jahre explodiert, stellte Habicher mit dem Hinweis auf die Sprengelgeschichte fest. So sind etwa im Jahresbericht 1992 „nur“ 8000 Pflege- und Betreuungsstunden aufgelistet. „Voriges Jahr legten die Mitarbeiter mit 14 Fahrzeugen eine Strecke zurück, die vier Umrundungen des Äquators entspricht.“
Vor zwei Jahren ist der Sprengel vom städtischen Altenheim in das Haus für betreutes Wohnen am Schulhausplatz 9 übersiedelt. Mit der mobilen Sozialarbeit konnte das Leistungspaket 2016 abermals erweitert werden. Zudem gibt es betriebliche Gesundheitsförderung für die Mitarbeiter. Die bisherigen Sprengel-Obmänner waren Peter Gohm, Wilfried Fink und Reinhold Gigele.
Die Anwesenheit zahlreicher Gründungsmitglieder, haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter sowie der Bürgermeister Wolfgang Jörg (Landeck), Siggi Geiger (Zams), Willi Fink (Schönwies) und Hans Peter Bock (Fließ) war eine Wertschätzung gegenüber der größten sozialen Einrichtung im Talkessel.
Das wechselhafte Wetter machte die Verlegung der Andacht von der Gegenwartskapelle in den Saal der Gipfelhütte nötig. Dort verliehen Pfarrer Herbert Traxl und der Sprengelchor Stanzertal dem Jubiläum einen festlichen Rahmen. (za)