Laut Bericht

NATO hat Probleme bei Truppenverstärkung in Afghanistan

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
© APA/AFP/JOHN THYS

Generalsekretär Jens Stoltenberg will beim Treffen der Verteidigungsminister nachdrücklich an die politischen Spitzenvertreter der Mitgliedstaaten appellieren.

Kabul – Im Kampf gegen islamistische Rebellen hat die NATO laut einem Pressebericht Schwierigkeiten bei der Entsendung zusätzlicher Truppen nach Afghanistan. Die sogenannte Truppenstellerkonferenz für eine Verstärkung der Ausbildungsmission „Resolute Support“ sei „enttäuschend“ verlaufen, berichtete die Tageszeitung Die Welt am Montag unter Berufung auf ranghohe NATO-Kreise.

Bisher seien nur knapp 1500 Soldaten von den 28 NATO-Staaten und einigen Partnerländern der Allianz als verfügbar gemeldet worden.

US-Militärs hatten zuvor wegen der angespannten Sicherheitslage am Hindukusch eine personelle Aufstockung von bis zu 5000 Soldaten gefordert, während NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg von einigen tausend Soldaten zusätzlich gesprochen hatte, ohne dabei eine konkrete Zahl zu nennen.

Stoltenberg will Druck machen

Wie die Welt weiter berichtete, will Stoltenberg beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister am Donnerstag nun nachdrücklich an die politischen Spitzenvertreter der Mitgliedstaaten appellieren, sich stärker zu engagieren und weitere Soldaten für die Ausbildungsmission in Afghanistan bereit zu stellen. Dort sollen sie die afghanischen Sicherheitskräfte unterstützen, die sich einem wachsenden Druck der wieder erstarkten radikalislamischen Taliban gegenüber sehen. Die NATO-Ausbildungsmission „Resolute Support“ berät und bildet die afghanischen Streitkräfte aus.

Die NATO-Staaten, die ihren Kampfeinsatz in dem Land am Hindukusch Ende 2014 offiziell beendet hatten, haben noch immer mehr als 13.000 Soldaten in Afghanistan stationiert. Rund 8400 davon stellt das US-Militär. Österreich ist in Afghanistan derzeit mit zehn Stabsoffizieren präsent. (APA/AFP)