Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich fester
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag zu Mittag einheitlich fester tendiert. Der 50 führende Unter...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag zu Mittag einheitlich fester tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 0,89 Prozent auf 3.575,24 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.00 Uhr mit 12.827,99 Punkten und plus 0,74 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann um 0,63 Prozent und steht nun bei 7.470,76 Stellen.
Die Stabilisierung der Ölpreise hat Europas Börsen zum Wochenauftakt Kursgewinne beschert. Rückenwind komme auch von den freundlichen asiatischen Aktienmärkten, schrieben die Analysten von Accendo Markets. David Madden von CMC Markets UK verwies zudem auf die mit Staatsmilliarden finanzierte Lösung für zwei italienische Krisenbanken, die positiv aufgenommen worden sei.
Auch aktuelle Konjunkturdaten lieferten Unterstützung: Die Stimmung unter den Führungskräften der deutschen Unternehmen ist im Juni erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Der Geschäftsklimaindex kletterte von 114,6 auf 115,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 7.000 Managern mitteilte.
In der europäischen Branchenübersicht gab es nur Gewinner. Am stärksten legten die Aktien von Nahrungsmittel- und Getränkeherstellern zu. Als Zugpferde im Branchenindex erwiesen sich Nestlé und L‘Oreal mit Kursaufschlägen von jeweils knapp 4 Prozent. Der Hedgefonds Third Point des US-Investors Daniel Loeb ist mit rund 3,5 Milliarden US-Dollar bei Nestlé eingestiegen. Er fordert den Verkauf des 23-prozentigen Anteils am französischen Konsumgüterkonzern und eine weitere Straffung des Unternehmensportfolios sowie eine höhere Rendite. Für die Anteilsscheine von Nestlé-Konkurrent Danone ging es um gut 2 Prozent nach oben.
Der Bankenindex profitierte von Nachrichten aus Italien und einer positiven Sektor-Studie. Die italienische Regierung steht mit weiteren Milliarden für die Abwicklung der Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza und Banca Veneto ein. Die EU stimmte den Staatshilfen für einen Teil-Verkauf an das zweitgrößte italienische Bankhaus Intesa Sanpaolo zu, das den Kauf für die symbolische Summe von einem Euro bestätigte. Die Intesa-Titel gewannen knapp 4 Prozent und die Aktien von Mitbewerber UniCredit über 3 Prozent.
Zudem ist die US-Bank JPMorgan nun positiver für die langfristigen Aussichten der Investmentbanken gestimmt. Er bevorzuge unter den global agierenden Häusern diejenigen mit Aktivitäten in den USA, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer aktuellen Branchenstudie.
Nur kleinere Gewinne schafften die europäischen Branchenindizes der Versorger und Medizinunternehmen. Diese als defensiv geltenden Aktien spielen ihre Stärken eher in einem negativen Marktumfeld aus.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA203 2017-06-26/12:06