NR-Wahl - ÖVP Burgenland kürt ihre Kandidaten für die Wahlkreise
Eisenstadt (APA) - Die ÖVP Burgenland kürt kommende Woche ihre Kandidaten für die zwei Regionalwahlkreise. Dazu finden im Nord- und im Südbu...
Eisenstadt (APA) - Die ÖVP Burgenland kürt kommende Woche ihre Kandidaten für die zwei Regionalwahlkreise. Dazu finden im Nord- und im Südburgenland Konvente statt. Von den 26 Nominierten, 13 pro Wahlkreis, sind 16 Frauen. Das entspreche einem Anteil von 62 Prozent, sagte ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner am Montag in Eisenstadt vor Journalisten. Die Landesliste wird später - am 16. August - beschlossen.
Im Wahlkreiskonvent Nord sollen 224 Delegierte über die Reihung entscheiden, im Walkreiskonvent Süd sind es 368. Damit stehe die Entscheidung auf einer breiten Basis und im Vergleich zu anderen Parteien habe man eine „bessere demokratische Legitimation“, stellte Steiner fest.
Im Wahlkreis Nord wurden neun Frauen und vier Männer nominiert, im Süden sieben Frauen und sechs Männer. Damit übertreffe man die Vorgabe von ÖVP-Obmann Sebastian Kurz klar, meinte der Landesparteiobmann. Unter den Nominierten befänden sich bekannte Namen wie der derzeitige Nationalratsabgeordnete Niki Berlakovich, JVP-Landesobmann Patrik Fazekas und die frühere Eisenstädter Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel ebenso wie Personen, die bisher noch nicht politisch aktiv gewesen seien. Neun Kandidaten seien unter 30 Jahre alt.
Die Wahlkonvente nehmen dann die Reihung vor. Vorzugsstimmen erhielten eine besondere Gewichtung, eine Prozenthürde gebe es nicht. Man habe „intern festgelegt, dass diejenige Person, die die meisten Vorzugsstimmen erhält, auch das Mandat erhalten soll, völlig unabhängig von den rechtlichen Voraussetzungen“, so Steiner.
Im von allen Kandidaten bereits unterzeichneten Fairnessabkommen ist auch ein Passus enthalten, wonach die (parteiinterne, Anm.) Vorzugsstimmenregelung akzeptiert wird. Er gehe davon aus, „dass dann nach der Wahl auch die entsprechenden Konsequenzen von den betroffenen Personen gezogen werden“, sagte der ÖVP-Landesparteiobmann.
Die Landesliste wird am 16. August beschlossen, deswegen könne man dazu noch keine Details bekanntgeben. „Wenn alles gut läuft und wenn die Wahlwerbung gut läuft, dann gehen wir von zwei Mandaten aus“, wie dies auch in Vergangenheit schon der Fall gewesen sei, umriss Steiner die Erwartungen der ÖVP Burgenland. Ein dritter Sitz im Nationalrat wäre nach seiner Ansicht „sehr vermessen“: Zwar habe es das bereits gegeben, doch sei dieses dritte Mandat ein Bundesmandat gewesen, was diesmal nicht sein werde.
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