Einigung über einheitliche Stromnetz-Gebühren in Deutschland - Kreise

Berlin (APA/Reuters) - Verbraucher sollen nach Angaben aus Koalitionskreisen künftig deutschlandweit einheitliche Gebühren für die Stromnetz...

Berlin (APA/Reuters) - Verbraucher sollen nach Angaben aus Koalitionskreisen künftig deutschlandweit einheitliche Gebühren für die Stromnetze zahlen. Der Streit zwischen SPD und Union über die Angleichung der Abgaben zwischen verschiedenen Regionen in Deutschland sei beigelegt, sagte mit den Verhandlungen Vertraute am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Details der Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Die Union hatte auf eine Entlastung großer Stromverbraucher der Industrie gedrängt. In der SPD war auch eine stufenweise Angleichung im Gespräch.

Die Netzentgelte machen für Haushalte rund ein Viertel des Strompreises aus und werden auf der Stromrechnung mit ausgewiesen. Für die Industrie ist der Anteil noch höher. Die Gebühren werden derzeit je nach Gebiet der vier großen Netzbetreiber berechnet. Da im Osten und Norden mehr gebaut wird, sind die Gebühren dort tendenziell höher als etwa in Nordrhein-Westfalen. Entsprechend würde es bei einer Angleichung Gewinner und Verlierer geben, letztere vor allem im Westen. Vor der Landtagswahl in NRW hatte das SPD-geführte Bundeswirtschaftsministerium das Gesetzesvorhaben daher zunächst gebremst. Nach der von der SPD verlorenen Wahl kamen die Gespräche wieder in Schwung.

Insgesamt fallen jährlich Netzkosten von weit über 17 Mrd. Euro an. Wegen des Ausbaus im Zuge der Energiewende steigt die Summe in den nächsten Jahren weiter.