Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis am Vormittag etwas höher

Wien (APA) - Der Brent-Ölpreis hat sich am Dienstagvormittag von seiner freundlichen Seite gezeigt. Der als wichtige Ölpreisbenchmark gelten...

Wien (APA) - Der Brent-Ölpreis hat sich am Dienstagvormittag von seiner freundlichen Seite gezeigt. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr in London bei 46,16 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Montag notierte der Brent-Future zuletzt bei 45,83 Dollar.

Der Ölmarkt bleibt nach Meinung von Händlern trotz der aktuellen Erholung volatil. Belastend wirkt weiterhin das hohe Angebot an Rohöl. Im Fokus steht die hohe US-Produktion, wo die Förderer zuletzt ihre Rekordserie auf 23 Wochen steigender Bohraktivität ausgedehnt haben.

Im weiteren Tagesverlauf könnten aktuelle Zahlen des privaten Instituts API zu den US-Ölreserven mehr Informationen zu dem Angebot in den USA liefern. Außerdem behalten Anleger eine Konferenz der staatlichen Energy Information Administration (EIA) in Washington im Blick, hieß es weiter.

Gestern Nachmittag geriet Brentöl zwar kurzfristig unter Druck, schaffte es aber schnell wieder über 46 Dollar zu klettern. Die „Robustheit“ erklärt sich nach Meinung der Commerzbank-Analysten wohl auch damit, dass bereits viele spekulative Anleger die Seite gewechselt haben.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Montag leicht auf 43,14 Dollar pro Barrel gestiegen. Am Freitag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 43,02 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich mit leichten Zugewinnen. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.251,24 Dollar (nach 1.245,25 Dollar im Nachmittags-Fixing am Montag) gehandelt.

Am Vortag ist der Goldpreis binnen weniger Sekunden um 18 Dollar auf 1.236 Dollar je Feinunze abgestürzt. Dieser Kursrutsch fiel zwar zeitlich mit der Veröffentlichung deutscher Konjunkturdaten zusammen. Inhaltlich sehen die Commerzbank-Experten aber hier keinen Zusammenhang, da der ifo-Index in der Vergangenheit kaum Einfluss auf den Goldpreis hatte. Möglicherweise hat eine unbeabsichtigte Verkaufsorder bei ansonsten dünnen Umsätzen den heftigen Preisrückgang ausgelöst, da im New Yorker Futures-Markt innerhalb einer Minute über 1,8 Mio. Unzen Gold umgesetzt wurden.