Nicht nur Glück am Pferderücken
Gemischte Gefühle bei Tirols Voltigierern: Sieg, verpasste Quali und ein neues Pferd.
Innsbruck –Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde – was der Volksmund behauptet, bewahrheitete sich für Tirols Voltigierer am vergangenen Wochenende nur teilweise. Zunächst war der Jubel jedenfalls groß. Bei den Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaften am Reuhof in Niederösterreich gelang es, den prestigeträchtigen Titel wieder nach Tirol zu holen – überlegen mit zwei Punkten Vorsprung auf Niederösterreich und einem weiteren vor der Steiermark. Maßgeblichen Anteil am Tiroler Mannschaftssieg der Klubs RC Seefeld, VG Pill TU Schwaz und VV Zillertal hatten dabei Leonie Koller als Siegerin im Einzel/Kategorie L und Nina Bachbauer als Drittplatzierte im Einzel/Kategorie M.
Trotz des Erfolgs kehrten Seefelds Juniorinnen aber auch enttäuscht nach Tirol zurück. Beim zweiten Höhepunkt des Wochenendes, der letzten Sichtung für die diesjährige Heim-EM und Junioren-WM (August/Magna Racino), patzten sie. Vor der letzten Qualifikation noch in Führung gelegen, musste der RC Seefeld dem Club 43 (NÖ) den WM-Startplatz überlassen. Ein kleiner Trost vielleicht: Die Niederösterreicherinnen sind immerhin die amtierenden Weltmeisterinnen. Auch für Eva Nagiller reichte es in der Einzel-Konkurrenz nicht, sich das EM-Ticket zu holen.
Längst fix im August dabei sind Jasmin Lindner und Lukas Wacha, die am Reuhof gar nicht mehr antreten mussten. Mit der EM-Nominierung fiel beim Tiroler Weltmeister-Duo allerdings auch die Entscheidung, auf welchem Pferd sie ihre lange Erfolgsserie fortzusetzen versuchen wollen: Nach der Verletzung ihres „Dr. Doolittle“ wird der Deutsche „Holts Romeo“ das Tiroler Voltigierer-Dream-Team Lindner/Wacha ergänzen. (sab)