Nach Schiffsunglück in Kolumbien noch zwei Frauen vermisst
Guatape (APA/AFP) - Nach einem Schiffsunglück in Kolumbien haben die Rettungskräfte weiter nach zwei Vermissten gesucht. Nach vorläufigen An...
Guatape (APA/AFP) - Nach einem Schiffsunglück in Kolumbien haben die Rettungskräfte weiter nach zwei Vermissten gesucht. Nach vorläufigen Angaben des Katastrophenschutzes vom Montag kamen bei dem Unglück sieben Menschen ums Leben, 158 weitere wurden gerettet. Bei den beiden Vermissten handelt es sich demnach um zwei Frauen im Altern von 35 und 62 Jahren.
Das Schiff mit rund 170 Menschen an Bord war am Sonntag binnen Minuten auf einem See im Nordwesten des Landes gesunken. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Von einer Überladung des Schiffes gingen die Behörden nicht aus.
Die Suche nach den Vermissten gestaltete sich schwierig: Die Sicht unter Wasser war durch Algen stark eingeschränkt; außerdem ist der Stausee El Penol-Guatape bis zu 40 Meter tief. Etwa 35 Taucher waren im Einsatz. „Wir werden die Suche fortsetzen, bis wir die zwei Vermissten gefunden haben“, sagte Katastrophenschutzchef Carlos Ivan Marquez.
Das Ausflugsschiff „El Almirante“ war am Sonntagnachmittag vor den Augen zahlreicher Touristen auf dem Stausee unweit des Hafens von Guatape gesunken. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie das Schiff Schlagseite bekam und binnen weniger Minuten kenterte. Menschen auf Jet-Skis und in Booten eilten zur Unglücksstelle. Viele der Passagiere wurden von anderen Booten aufgenommen, andere retteten sich selbst ans Ufer.
An der Bergung waren zudem drei Hubschrauber von Luftwaffe und Armee sowie mehrere örtliche Rettungsteams beteiligt. Die Gegend ist bei Kolumbianern beliebt. Sie verbringen dort gerne verlängerte Wochenenden, um Bootsausflüge zu machen, Jet-Ski zu fahren oder zu fischen.