Google erwägt Einspruch gegen EU-Rekordstrafe von 2,42 Mrd. Euro

Brüssel (APA) - In einer ersten Stellungnahme nach Verhängung der Rekordstrafe von 2,42 Mrd. Euro wegen eines Verstoßes gegen EU-Kartellvors...

Brüssel (APA) - In einer ersten Stellungnahme nach Verhängung der Rekordstrafe von 2,42 Mrd. Euro wegen eines Verstoßes gegen EU-Kartellvorschriften kündigt der US-Internetriese Google an, sich die Entscheidung der EU-Kommission genau ansehen zu wollen. Google erwäge einen Einspruch gegen die Entscheidung, sagte Kent Walker, Senior Vice President und General Counsel des US-Unternehmens in einem Statement.

Die Art und Weise wie Google seine User und die Anbieter von Werbung miteinander verbinde, sei für beide Seiten sinnvoll, so Walker. „Bei allem Respekt, wir stimmen den heute verkündeten Schlussfolgerungen der EU Kommission nicht zu“, sagte er. EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager betonte indes, dass Googles Verhalten nach den EU-Kartellvorschriften unzulässig sei. „Google habe anderen Unternehmen die Möglichkeit genommen, wirklich durch Leistung zu überzeugen“, betonte Vestager.

Die Kommissarin konzedierte, dass Google sehr viele innovative Produkte auf den Markt gebracht habe, die unser Leben wirklich verändert haben. Dies sei eine gute Sache. Aber die Strategie Googles sei es nicht gewesen, Preisvergleichsdienste zu verfolgen um neue Kunden zu gewinnen, das Produkt zu verbessern, sondern es habe die marktbeherrschende Stellung missbraucht und die eigenen Preisvergleichsdienste gefördert. Die Ergebnisse der Konkurrenten seien dabei zurückgestuft worden und „das verstößt gegen EU-kartellrechtliche Bestimmungen“. Damit sei anderen Unternehmen die Chance verwehrt worden, in den Leistungswettbewerb einzutreten und Innovationen vorzunehmen.

~ ISIN US02079K1079 WEB https://www.google.at/ ~ APA263 2017-06-27/12:21