Deutsche Ministerin: Zahlungsverkehr mit Iran muss besser werden
Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries fordert Verbesserungen im Zahlungsverkehr zwischen Deutschland un...
Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries fordert Verbesserungen im Zahlungsverkehr zwischen Deutschland und dem Iran. „Es ist wichtig, dass das Atomabkommen mit neuem Leben gefüllt und Iran wieder stärker in die Weltwirtschaft eingebunden wird“, sagte Zypries am Dienstag nach einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in Berlin.
„Hierzu zählt natürlich auch das wichtige Thema Banken und Zahlungsverkehr. Hier gibt es leider weiterhin Hemmnisse.“ Deshalb stehe ihr Ministerium im Kontakt mit deutschen und iranischen Banken.
Anfang 2016 wurde der Streit über das iranische Atomprogramm beigelegt. Die USA und Europa hoben daraufhin viele Sanktionen gegen die Islamische Republik auf. Dennoch sind Geldinstitute vorsichtig bei der Finanzierung von Iran-Geschäften, da in der Vergangenheit etwa die Deutsche Bank und die Commerzbank in den USA wegen Sanktionsverstößen mit hohen Strafen belegt wurden. Für Unsicherheit sorgt zudem US-Präsident Donald Trump. Er nannte das Atomabkommen mit dem Iran „einen der schlechtesten Deals, der jemals gemacht wurde“.
Die deutschen Exporte in den Iran legten im vergangenen Jahr um 26 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu. „Es besteht großer Modernisierungsbedarf“, sagte Zypries. „Und hier können auch deutsche Unternehmen mit ihren Produkten und Technologien wichtige Unterstützung leisten.“