„Kindergeld Plus“

Land Tirol justiert bei Familienförderungen nach

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Das „Kindergeld Plus“ wird künftig an das Haushaltseinkommen angepasst. Diese Maßnahme soll vor allem sozial schwächere Familien entlasten.

Innsbruck – Die Tiroler Landesregierung hat bei den Familienförderungen nachjustiert und die Richtlinien auf ihre „soziale Treffsicherheit“ evaluiert. Dies teilten Landeshauptmann Günther Platter und die zuständige Landesrätin Beate Palfrader (beide ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit. Das bisher einkommensunabhängige „Kindergeld Plus“ soll fortan an das Haushaltseinkommen angepasst werden.

Für sozial schwächere Familien wurde das „Kindergeld Plus“, das für Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren ausbezahlt wird, von 400 auf 500 Euro angehoben. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Netto-Haushaltseinkommen von bis zu 2.500 Euro im Monat werde künftig also 500 Euro bekommen, rechnete Plafrader vor. Bei einem Einkommen von über 2.800 Euro bekommt die vierköpfige Familie in Zukunft jedoch überhaupt kein „Kindergeld Plus“ mehr - alle die dazwischen liegen bekommen 300 Euro. Die Einkommensgrenzen richten sich nach der Anzahl der in einem Haushalt lebenden Personen.

11.000 Familien stellten Antrag

Bisher hätten jährlich rund 11.000 Tiroler Familien einen Antrag auf das „Kindergeld Plus“ gestellt. Insgesamt gebe es in Tirol rund 12.000 Familien mit Kindern im Alter zwischen zwei und vier Jahren. Die Verantwortlichen rechneten damit, dass durch die Bindung an das Einkommen zukünftig weniger Anträge gestellt werden.

Auch bei der Schulstarthilfe wurde nachgerüstet. „Hier hat es seit neun Jahren keine Anpassungen mehr gegeben“, erklärte Palfrader. Die Förderung, die für Kinder zwischen sechs und 15 Jahren immer zu Schulbeginn ausgezahlt wird, soll von 145 auf 150 Euro angehoben werden. Die Einkommensgrenze wurde ebenfalls hinaufgesetzt. (APA, TT.com)