UNO-Vermittler im Mazedonien-Namensstreit am Sonntag in Skopje

Skopje/Athen/New York (APA) - Matthew Nimetz, der UNO-Sondergesandte im langjährigen mazedonisch-griechischen Namensstreit, wird am Sonntag ...

Skopje/Athen/New York (APA) - Matthew Nimetz, der UNO-Sondergesandte im langjährigen mazedonisch-griechischen Namensstreit, wird am Sonntag zu einem zweitägigen Besuch in Skopje erwartet. Wie der TV-Sender MRT berichtete, sind die Details des Besuchs noch unbekannt. Unklar sei auch, ob Nimetz im Anschluss Athen besuchen werde, hieß es.

Zum Besuch kommt es nach dem kürzlichen Regierungswechsel in Skopje. Mazedoniens neuer Außenminister Nikola Dimitrov hatte vor zwei Wochen bei einem Besuch in Athen einen ersten Versuch unternommen, die bilateralen Beziehungen zu verbessern.

Der Namensstreit datiert aus den frühen neunziger Jahren, als das damalige Jugoslawien aufgelöst wurde. Athen sieht in dem offiziellen Namen des Nachbarlandes - Republik Mazedonien - einen Gebietsanspruch auf seine gleichnamige Provinz. In die UNO war der Balkanstaat in den neunziger Jahren unter dem vorläufigen Namen „Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien“ (FYROM) aufgenommen worden. Skopje hat seit Ende 2005 den Status eines EU-Beitrittskandidaten, allerdings keinen Termin für die Aufnahme der Beitrittsgespräche. Grund liegt im ungelösten Namensstreit.

Nimetz ist seit mehr als 22 Jahren in den Bemühungen um eine Streitlösung engagiert. Er hatte wiederholt auch Lösungsvorschläge gemacht, die nie akzeptiert wurden. In den letzten Jahren war es zum Stillstand in den Bemühungen um die Streitlösung gekommen.