Bezirk Schwaz

Mit der „Kehrforce One“ im Einsatz für saubere Straßen

© Dähling

Die Straßenmeisterei in Zell feierte mit ihren 23 Mitarbeitern gestern das 50-Jahr-Jubiläum. 135 Straßenkilometer werden von ihr betreut.

Von Angela Dähling

Zell a. Z. –In 50 Jahren haben sie bei ihrer Arbeit quasi 400-mal die Erde umrundet – die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Zell. „Denn wir haben in dieser Zeit schätzungsweise 16,85 Mio. Kilometer beim Straßendienst im Zillertal zurückgelegt“, rechnet Manfred Dengg, Chef der Straßenmeisterei in Zell, vor.

Bei der Jubiläumsfeier mit Vertretern des Landes wurde gestern auch an gemeinsame alte Zeiten mit dem ehemaligen Straßenmeister Andreas Wörter gedacht. „Früher wurden die Mäharbeiten händisch gemacht, da waren dann 15 Leute dafür im Einsatz“, erinnert sich Denggs Stellvertreter, Gerhard Egger, der seit 30 Jahren im Dienst ist. Mit ein Grund, warum bei der Übergabe der Straßenbetreuung von Schwaz an Zell im Jahr 1967 noch 53 Mitarbeiter im Einsatz waren. Inzwischen ist die Zahl auf 23 reduziert worden. Dafür wurde maschinentechnisch aufgerüstet und die Anlagen der Straßenmeisterei wurden sukzessive um rund 1,4 Mio. Euro auf Vordermann gebracht.

Werner Huber, Leiter des Baubezirksamts, erinnerte an Überlegungen, die Straßenmeisterei zu verlegen. „Aber daraus wurde zum Glück am Ende nichts.“ Darüber ist auch BM Robert Pramstrahler froh, denn die Straßenmeisterei sorge für Sauberkeit und Arbeitsplätze in seiner Gemeinde. Damit das nicht vergessen wird, verewigte sich das ganze Team im Ehrenbuch der Marktgemeinde Zell.

Insgesamt gibt es in Tirol 14 Straßenmeistereien, die für die Aufstellung und Reinhaltung von Verkehrszeichen, Leitschienen, Leitpflöcken, Brückengeländern, Bodenmarkierungen und Schneestangen zuständig sind. Auch Salzstreuung und saubere, gepflegte Straßenränder fallen in ihren Bereich. Vom Zeller Team werden 135 Kilometer Straße bzw. 16 Straßenzüge betreut, weiß LHStv. Josef Geisler, der sich für den Einsatz der Mitarbeiter bedankte. Über 1000 Tonnen Müll würden an den Straßenrändern jährlich entsorgt. „Nicht achtlos, sondern leider oft bewusst“, kritisierte Bernd Sticker, Leiter der Abt. Straßenerhaltung beim Land Tirol. Sogar Matratzen und Sofas habe man entlang der Straßenränder gefunden, erinnert sich Egger. Das sei inzwischen besser geworden.

Apropos Sauberkeit: Als „Kehrforce One“ werden die sechs Kehrmaschinen des Landes humorvoll bezeichnet. Über Facebook war aufgerufen worden, flotte Sprüche für die Maschinen zu senden. „Weil i woaß, was sich kehrt“ lautet jener, der die Zeller Kehrmaschine nun ziert.

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