USA werfen China schwere Verstrickung in Menschenhandel vor
Washington (APA/AFP) - Die USA werfen China schwerwiegende Verstrickung in den Menschenhandel vor. In dem alljährlichen Bericht des US-Außen...
Washington (APA/AFP) - Die USA werfen China schwerwiegende Verstrickung in den Menschenhandel vor. In dem alljährlichen Bericht des US-Außenministeriums zum globalen Menschenhandel ist die Volksrepublik nun erstmals in die Gruppe jener Staaten einsortiert, welche nach US-Einschätzung die gravierendsten Menschenrechtsverstöße in diesem Bereich begehen.
Der am Dienstag in Washington veröffentlichte Report prangert unter anderem an, dass Angehörige der ethnischen Minderheit der Uiguren Zwangsarbeit leisten müssten.
Heftig kritisiert wird China auch für die zwangsweise Rückführung von Asylsuchenden aus Nordkorea, ohne dass vorher kontrolliert werde, ob diese Menschen zum Opfer von Menschenhandel geworden seien.
China unternehme „keine signifikanten Anstrengungen“, um die Minimalstandards für die Abschaffung des Menschenhandels zu erfüllen, heißt es in dem Bericht. Die Schwarze Liste der schlimmsten Übeltäter beim Menschenhandel umfasst insgesamt 23 Länder, darunter auch den Iran, Nordkorea, Russland, den Sudan und Syrien.
Es war das erste Mal, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump Menschenrechtsverstöße in China in dieser Offenheit anprangert. Bisher hält sich Trump mit Kritik an China insgesamt zurück, da er um einen Schulterschluss mit Peking im Vorgehen gegen das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm bemüht ist.
271730 Jun 17