Europas Leitbörsen zur Eröffnung einheitlich tiefer

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwoch im Frühhandel einheitlich mit Kursverlusten gezeigt. Der Euro-Stox...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwoch im Frühhandel einheitlich mit Kursverlusten gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.30 Uhr mit minus 0,87 Prozent bei 3.507,41 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,73 Prozent auf 12.578,43 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,42 Prozent auf 7.403,36 Punkte.

Belastend wirkten vor allem die schwachen Vorgaben der US-Börsen. So trübte der Kursrutsch an der Technologiebörse Nasdaq auch die Stimmung bei den europäischen Technologiewerten. Zudem laste der aktuelle starke Euro auf den Märkten, hieß es von Marktbeobachtern weiter.

Von den heutigen Konjunkturdaten werden keine stärkeren Impulse erwartet: So hat sich der Preisauftrieb bei nach Deutschland importierten Gütern zuletzt abgeschwächt. Hingegen hat sich die Stimmung der französischen Verbraucher im Juni überraschend deutlich aufgehellt.

Unter den Einzelwerten zeigten sich ASML Holding um 1,64 Prozent schwächer und damit unter den größten Verlierern im Euro-Stoxx-50. SAP notierten mit einem Abschlag von knapp einem Prozent und Schneider Electric gaben 1,1 Prozent nach.

Die Aktien von Philips gaben um 0,6 Prozent nach. Der niederländische Medizintechnik-Hersteller kauft für 1,9 Mrd. Euro den US-Rivalen Spectranetics. Das Management beider Unternehmen habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, teilte Philips mit.

In Zürich gewannen die Titel von Nestlé 1,2 Prozent an Wert. Kurz nach dem Einstieg des US-Großinvestors Dan Loeb, der von Nestlé höhere Gewinnmargen und einen Aktienrückkauf fordert, hat der Schweizer Lebensmittelriese reagiert: Nestlé kündigte am Dienstag den Rückkauf eigener Aktien um 20 Mrd. Schweizer Franken (18,4 Mrd. Euro) an. Zudem werde es seine Investitionen in stark wachsende Marken und Märkte verstärken

An der Amsterdamer Börse verloren ABN Amro deutlich um 2,3 Prozent. Die Niederlande haben einen weiteren Anteil an der Bank für 1,48 Milliarden Euro verkauft. Die Regierung habe 65 Millionen Aktien zu je 22,75 Euro platziert, wie die für die Verwaltung der Staatsbeteiligung zuständige Gesellschaft NLFI mitteilte. Damit ist der staatliche Anteil an der Bank von 70 auf 63 Prozent gesunken. Nach Beendigung des Verkaufs darf dieser im Rahmen einer Haltefrist von 60 Tagen nicht weiterverkauft werden.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA079 2017-06-28/09:50