Osttirol

Gemeinde Amlach ist Osttirols Bildungshochburg

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Eine neue Studie analysierte das Bildungsniveau in den österreichischen Gemeinden. Amlach ist in Osttirol top, Lienz punktet im Tirol-Vergleich.

Von Catharina Oblasser

Lienz –Nur die Pflichtschule absolviert oder ein Studium abgeschlossen? Lehre oder Matura? Oder vielleicht eine berufsbildende mittlere Schule (BMS)? Nach diesen fünf Kriterien ist in einer neuen Studie aufgeschlüsselt, wie es um das Bildungsniveau in jeder einzelnen österreichischen Gemeinde steht. Es handelt sich um eine Sonderauswertung der Statistik Austria. „Wir haben die Daten aus dem Bildungsstandregister seit 2003 “, bestätigte Klaus Trenkwalder von der Statistik Austria auf TT-Anfrage. „Berücksichtigt sind Personen im Haupterwerbsalter zwischen 25 und 64 Jahre.“ Die Studie geht dabei insbesondere auf die höchste abgeschlossene Ausbildung ein. Personen mit Matura und solche mit einem Studium werden dabei als „Höhergebildete“ zusammengefasst. Für Osttirol kommen dabei, auch im Vergleich mit Nordtirol, teils recht überraschende Ergebnisse zutage.

1Bleiben wir vorerst im Bezirk: Der Anteil der Höhergebildeten (also Matura oder Studium) ist am höchsten in Amlach. Damit hat der inzwischen gar nicht mehr so kleine Ort gleich zwei Rekorde aufzuweisen. Er ist in den letzten zehn Jahren tirolweit am stärksten gewachsen. Mit den Häuselbauern ist offenbar auch die Qualifikation gekommen. Und 30,6 Prozent der Amlacher zwischen 25 und 64 Jahren sind Maturanten oder Akademiker. Auch in Thurn ist man gebildet: Hier beträgt der Anteil 29,2 Prozent. Auf Platz drei liegt die Bezirkshauptstadt Lienz mit 28,7 Prozent.

2Am anderen Ende der Skala befinden sich Landgemeinden. Innervillgraten hat nur 9,8 Prozent Maturanten und Akademiker als Bürger. Dahinter liegen St. Johann im Walde und Prägraten mit je 11,4 Prozent gleichauf. Schlaiten folgt mit 11,8 Prozent. Was nicht heißt, dass die dortigen Bewohner „ungebildet“ sind. In Schlaiten etwa verfügen 54,7 Prozent über einen Lehrabschluss.

3Zurück zu Lienz: Zwar liegt die Stadt beim bezirksinternen Bildungsranking nur auf Platz drei, doch tirolweit ist sie – mit Ausnahme von Innsbruck – die „klügste“ Bezirkshauptstadt mit ihren 28,7 Prozent Maturanten und Akademikern. Zum Vergleich: In Kitzbühel sind es 28 Prozent, in Kufstein 26,2 Prozent, in Reutte 22,6 und in Landeck nur 21,1 Prozent.

4Lassen sich aus diesen Zahlen längerfristige Trends ablesen? Ja, sagt die Studie der Statistik Austria. Es wurden auch Vergleiche zu 1971 angestellt. In ganz Österreich hat die Zahl der „Höhergebildeten“ seither um rund 13 Prozent zugenommen. Die Bildungskaiser Amlach, Thurn und Lienz entsprechen diesem Trend. Am anderen Ende der Skala ist es nicht so. Innervillgraten, St. Johann im Walde, Prägraten und Schlaiten haben nur marginal mehr Maturanten und Akademiker als 1971.

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Catharina Oblasser

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