1138 Kilometer mit dem Gleitschirm über die Alpen
Mit dem Tiroler Stephan Gruber im exklusiven 30-Mann-Teilnehmerfeld startet das Red Bull X Alps ab Sonntag nach Monaco.
Salzburg –Bei der achten Auflage des härtesten Gleitschirm-Rennens der Welt warten ab Sonntag 1138 Kilometer auf die ausgewählten 30 Athleten. Und einer von ihnen kommt aus Tirol: Der Zillertaler Stephan Gruber bestreitet zum zweiten Mal nach 2015 das Red Bull X Alps, bei dem sich die Athleten ihren eigenen Weg von Salzburg nach Monaco bahnen müssen. Einzige Voraussetzung: Gewisse Kontrollpunkte müssen fliegend oder gehend passiert werden.
Dieses Mal liegen diese sieben Punkte am Gaisberg bei Salzburg, auf dem höchsten slowenischen Berg (Triglav), in Aschau am Chiemsee, auf dem höchsten Berg Deutschlands (Zugspitze), am Monte Baldo am Gardasee, am Matterhorn sowie im französischen Peille.
Eine beinharte Aufgabe, die da wartet. Und das Ganze wird noch schwieriger, wenn schlechtes Wetter aufkommt. „An Tagen, an denen man fliegen kann, kommen so 3000 Höhenmeter und 40 Streckenkilometer zum Laufen zusammen. An Regentagen werden auch mal 100 Kilometer laufend zurückgelegt“, erklärt Gruber. Der 31-jährige Designer hatte das X-Alps 2015 (wird zweijährig ausgetragen), bei dem teilweise eine verpflichtende Nachtruhe einzuhalten ist, auf dem 19. Platz beendet.
Wie bereitet man sich auf so eine physische und psychische Extrembelastung vor? „Es ist vielseitig. Man muss ein hervorragender Gleitschirmpilot sein, um bei allen erdenklichen Bedingungen sein Fluggerät unter Kontrolle zu haben. Auf der anderen Seite braucht man Ausdauersport wie Laufen, Bergsteigen, Radfahren, um seinen Körper auf die extremen Belastungen vorzubereiten“, erklärt Gruber, der neben dem Steirer Paul Guschlbauer, Pascal Purin und Simon Oberrauner einer von vier Österreichern ist. Mit dabei sind aber auch zwölf Kilogramm Ausrüstungsgewicht, die den Tiroler auf seiner langen Reise stets begleiten.
Los geht das X-Alps im Übrigen bereits heute mit einem Prolog: Bei diesem Bewerb in Fuschl am See erhalten die drei bestplatzierten Athleten bessere „Konditionen“ für ihre Reise nach Monaco. (rost)