Ferienbeginn für fast 180.000 Schüler in Niederösterreich am Freitag
St. Pölten (APA) - Für fast 180.000 Schüler in NÖ beginnen am Freitag die Sommerferien. An den allgemeinbildenden Pflichtschulen haben 96,6 ...
St. Pölten (APA) - Für fast 180.000 Schüler in NÖ beginnen am Freitag die Sommerferien. An den allgemeinbildenden Pflichtschulen haben 96,6 Prozent in der fünften bis neunten Schulstufe bestanden, also rund 43.600 Schüler. 1.145 Schüler, also 2,5 Prozent, erwartet eine Wiederholungsprüfung. Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) bezeichnete die Bildungsreform am Mittwoch in einer Pressekonferenz als „keinen großen Wurf“.
Ein erster Schritt sei aber gelungen, sagte Schwarz zur Reform, die am Mittwoch im Nationalrat zur Beschlussfassung stand. Als positiv hob sie u.a. hervor, dass die Schulen Lehrkräfte mit aussuchen können. Landesschulratspräsident Johann Heuras erklärte zur vorgesehenen Kostenneutralität der Reform, ohne zusätzliche Ressourcen werde es für Schulen schwer werden, sich mehr Autonomie zu schaffen.
Beide sprachen sich für den Erhalt der Sonderschulen aus - als zweites Standbein neben der Inklusion. Besondere Betreuungsverhältnisse und bestimmte Formen der Behinderungen bräuchten auch künftig die Förderung an Sonderschulen, hieß es. 5,6 Prozent der Schüler haben in Niederösterreich sonderpädagogischen Förderbedarf, davon werden 52 Prozent integrativ in Regelschulen unterrichtet. Ein Prozentsatz von 75 Prozent sei „erreichbar“, meinte Heuras dazu.
In der AHS-Unterstufe haben 95,7 Prozent fix bestanden, in der Oberstufe 89,4 Prozent und an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) 86,1 Prozent. Die Volksschule haben heuer 60,3 Prozent mit der Note „Sehr gut“ oder „Gut“ abgeschlossen und somit AHS-Reife erreicht. Nachmittagsbetreuung nehmen rund 17.700 Kinder, also 16 Prozent der Pflichtschüler, in Anspruch. Diese wird an 450 Standorten angeboten.
Für Flüchtlinge, sonderpädagogischen Förderbedarf und den Erhalt von Klein- und Kleinstschulen seien dem Land Niederösterreich im zu Ende gehenden Schuljahr Mehrkosten von rund 14 Millionen Euro entstanden, sagte Schwarz. Unter den Schülern befinden sich demnach 3.870 Asylwerber, dies finde aber keine Berücksichtigung im Stellenplan.
Den Kindergarten besuchen in Niederösterreich 15.640 Kinder ab vier Jahren, das entspricht laut Schwarz einem Anteil von 99,3 Prozent. Darunter sind auch 1.100 Flüchtlingskinder.