Zahl neuer Sozialwohnungen im Jahresvergleich um 70 Prozent gestiegen
Berlin (APA/AFP) - Die Zahl neuer Sozialwohnungen in Deutschland ist 2016 im Jahresvergleich um fast 70 Prozent auf 24.550 gestiegen. Das ge...
Berlin (APA/AFP) - Die Zahl neuer Sozialwohnungen in Deutschland ist 2016 im Jahresvergleich um fast 70 Prozent auf 24.550 gestiegen. Das geht aus dem am Mittwoch von der deutschen Regierung beschlossenen Bericht über die Verwendung der Bundesmittel für soziale Wohnraumförderung hervor.
Die deutsche Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) zeigte sich damit allerdings noch nicht zufrieden: „25.000 neue Sozialwohnungen sind gut, aber wir brauchen noch viel mehr.“
Nachdem der soziale Wohnungsbau jahrelang missachtet worden sei, „haben wir jetzt mit der Erhöhung der Bundesmittel eine Trendwende eingeleitet“, erklärte Hendricks. Weiterhin bleibe aber „der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen riesig“. Die Ministerin forderte die deutschen Bundesländer auf, die von Bund dafür bereitgestellten Mittel auch tatsächlich ausschließlich für sozialen Wohnungsbau einzusetzen.
Der Bund hatte 2016 die Zuweisungen an die Länder für die soziale Wohnraumförderung auf eine Milliarde Euro verdoppelt. Für 2017 und 2018 sollen sogar jeweils 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Im vergangenen Jahr wurden laut Bauministerium mit dem Geld des Bundes und eigenen Mitteln der Länder neben den Wohnungsneubauten auch 22.000 Sozialmietwohnungen energetisch modernisiert sowie der Eigentumserwerb für anspruchsberechtigte Familien unterstützt.
Hendricks kritisierte, dass ab 2019 das Grundgesetz eine weitere Förderung des sozialen Wohnungsbaus durch den Bund verbietet. Dies müsse geändert werden, denn „die Länder können diese große gesellschaftliche Aufgabe nicht alleine stemmen“. Nötig sind laut Hendricks 80.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr.