NÖ Polizei forschte Betrüger aus: Festnahme in Republik Moldau

Stockerau/Linz (APA) - Die Polizei hat einen mutmaßlichen gewerbsmäßigen Betrüger ausgeforscht, der seit 2015 Waren auf Onlineplattformen zu...

Stockerau/Linz (APA) - Die Polizei hat einen mutmaßlichen gewerbsmäßigen Betrüger ausgeforscht, der seit 2015 Waren auf Onlineplattformen zum Verkauf angeboten, aber nach der Bezahlung nicht geliefert haben soll. Der per EU- und Interpol-Haftbefehl gesuchte 40-Jährige wurde in der Republik Moldau festgenommen. Derzeit seien 37 Geschädigte bekannt, der Schaden betrage 18.150 Euro, teilte die NÖ Polizei am Mittwoch mit.

Die Betrugsopfer wohnen der Aussendung zufolge in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz. Der österreichische Staatsbürger soll sich seit Mai 2015 unter mehreren Aliasnamen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern auf Internetplattformen angemeldet und dort Produkte angeboten haben, die er allerdings nie an die Käufer verschickte.

Der Verdächtige soll den Ermittlungen zufolge in Österreich gemeldet gewesen sein, sich aber in der Ukraine aufgehalten haben. 2015 soll er ein halbes Jahr lang unrechtsmäßig Sozialhilfe in Höhe eines mittleren vierstelligen Eurobetrags bezogen haben.

Ins Rollen kamen die Ermittlungen nach der Anzeige eines Geschädigten ins Stockerau, Kriminalisten forschten weitere Opfer aus. Kurz vor der Festnahme soll der 40-Jährige laut Polizei die Ukraine verlassen haben, er wurde schließlich am Mittwoch vergangener Woche in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Verbindungsbeamten und Interpol in Moldau gefasst. Die Staatsanwaltschaft Linz hat eine Auslieferung beantragt.

Weil sein Bankkonto gesperrt wurde, soll der Verdächtige seine Einnahmen durch Internetbetrügereien auf die Konten eines Bekannten überweisen haben lassen. Der 50-Jährige wurde angezeigt.