China: Aktivisten nach Nachforschung bei Ivanka-Trump-Zulieferer frei
Peking/Washington (APA/AFP) - Drei chinesische Aktivisten, die wegen ihrer Nachforschungen in einem Zuliefererbetrieb für die Modemarke von ...
Peking/Washington (APA/AFP) - Drei chinesische Aktivisten, die wegen ihrer Nachforschungen in einem Zuliefererbetrieb für die Modemarke von Ivanka Trump festgenommen wurden, sind auf Kaution aus der Haft entlassen worden. Die drei Aktivisten seien bis zum Prozessbeginn auf freien Fuß gesetzt worden, sagte der Chef der in New York ansässigen Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW), Qiang Li, am Mittwoch.
Die US-Regierung hatte die „sofortige“ Freilassung der Aktivisten gefordert.
Die Aktivisten Su Heng, Li Zhao und Hua Haifeng waren im Mai festgenommen woren, als sie verdeckte Ermittlungen in zwei Fabriken des Schuhproduzenten Huajian angestellten. Dabei stellten sie unter anderem fest, dass die Beschäftigten Überstunden leisten mussten und dafür weniger als den Mindestlohn erhielten.
Nach Angaben der chinesischen Behörden wird gegen die Aktivisten wegen des Verdachts ermittelt, sie hätten „Spionage- und anderes Material“ verwendet. Chinesischen Medienberichten zufolge gestanden sie die Nutzung von Aufnahmegeräten, um „Geschäftsgeheimnisse“ in den Fabriken zu sammeln.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurden die drei Männer wahrscheinlich festgenommen, damit sie keine potenziell „peinlichen Informationen“ über einen Zulieferer veröffentlichen, der in Verbindung mit der Tochter des US-Präsidenten Donald Trump steht. Sollten die Aktivisten angeklagt und verurteilt werden, drohen ihnen nach Einschätzung von Amnesty bis zu zwei Jahre Haft.