Veruntreuungsvorwürfe gegen Ex-Chef von Polens Protestbewegung KOD
Warschau (APA/dpa) - Der ehemalige Leiter von Polens regierungskritischem Komitee zum Schutz der Demokratie (KOD) soll rund 30.000 Euro des ...
Warschau (APA/dpa) - Der ehemalige Leiter von Polens regierungskritischem Komitee zum Schutz der Demokratie (KOD) soll rund 30.000 Euro des Bündnisses veruntreut haben. Die polnische Staatsanwaltschaft erhob am Mittwoch Vorwürfe gegen Mateusz K. und den ehemaligen Schatzmeister der Organisation Piotr C.
Sie hätten für das oppositionelle Bündnis gesammelte Gelder an die Informatik-Firma des ehemaligen KOD-Chefs Mateusz K. überwiesen und dafür falsche Rechnungen ausgestellt - für Dienste, die gar nicht geleistet worden seien -, wirft ihnen die Behörde vor. Dafür drohten ihnen bis zu acht Jahre Haft. Nach Angaben der Behörde liegen gegen die Männer zahlreiche Beweise vor, mitunter Aussagen anderer KOD-Mitglieder.
Die Bürgerbewegung KOD hatte sich kurz nach dem Amtsantritt der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) 2015 gebildet. Seitdem protestieren die selbst ernannten Demokratieverfechter gegen umstrittene Reformen der Nationalkonservativen. Ende Mai hatte die Organisation Krzysztof Lozinski zum neuen KOD-Chef gewählt.