Gouverneur im Ost-Kongo warnt vor neuem Krieg
Goma (APA/dpa) - Der Gouverneur von Kongos Krisenprovinz Nord-Kivu hat angesichts jüngster Angriffe vor einem neuen Krieg im Osten des zentr...
Goma (APA/dpa) - Der Gouverneur von Kongos Krisenprovinz Nord-Kivu hat angesichts jüngster Angriffe vor einem neuen Krieg im Osten des zentralafrikanischen Landes gewarnt. Die Dimension der jüngsten Angriffe lasse darauf schließen, dass es sich nicht nur um bekannte örtliche Milizen handle, warnte Gouverneur Julien Paluku Kahongya im Gespräch mit dem UN-Radiosender Okapi.
Die kongolesischen Streitkräfte sollten umgehend einschreiten, um den sich abzeichnenden „neuen Krieg“ im Keim zu ersticken, forderte er.
Bei jüngsten Gefechten in der Nähe von Beni waren mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Es habe teils mehrere Angriffe gleichzeitig gegeben, bei denen schwere Waffen eingesetzt wurden. Das übersteige die Fähigkeiten der örtlichen Milizen, warnte Paluku in dem Interview vom Dienstag. Eine neue Gruppe namens Nationale Revolutionsbewegung bekannte sich zu den Angriffen. Sie wollen, dass Präsident Joseph Kabila die längst überfälligen Wahlen ausrichten lässt und sein Amt abgibt. Im Ost-Kongo sind viele Milizen aktiv, denen es zumeist um die Kontrolle der reichen Bodenschätze geht.