Zürcher Börse schließt wenig verändert
Zürich (APA/dpa-AFX) - Am Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch die Vorsicht der Anleger das Geschehen bestimmt. Der Markt befinde sich in e...
Zürich (APA/dpa-AFX) - Am Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch die Vorsicht der Anleger das Geschehen bestimmt. Der Markt befinde sich in einer Konsolidierungsphase, erklärte ein Händler.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,04 Prozent höher mit auf 9.076,73 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verlor hingegen 0,06 Prozent auf 1.422,25 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel um 0,03 Prozent auf 10.294,45 Punkte.
Während die Papiere der Index-Schwergewichte Nestlé und UBS deutlich zulegten, büßte die Mehrheit der Titel an Terrain ein. Nestlé habe am Markt erneut eine Führungsrolle übernommen, hieß es im Handel. Die Kursgewinne nach dem am Dienstagabend angekündigten Aktienrückkaufprogramm hätten dafür gesorgt, dass der Schweizer Aktienmarkt sich gegen ein international teils schwächeres Umfeld gestemmt habe.
Hautgesprächsthema war laut Händlern denn auch erneut Nestlé (+1,3 Prozent). Der weltgrößte Nahrungsmittel-Hersteller hatte sich am Dienstag nach Börsenschluss zur Strategie geäußert und ein Aktienrückkaufprogramm über 20 Milliarden Schweizer Franken angekündigt. Analysten zeigten sich in ihren Kommentaren weniger vom Inhalt als vom Zeitpunkt überrascht, nachdem der Hedgefonds Third Point sich vor kurzem beim Westschweizer Konzern eingekauft und erst am Sonntag Forderungen in diese Richtung publik gemacht hatte.
Größter Gewinner zum Handelsschluss waren die Aktien der UBS mit einem Plus von 1,8 Prozent. Die Papiere der größten Schweizer Bank setzten damit ihren freundlichen Trend der vergangenen Tage fort. Auch europaweit bauten Bankaktien ihre jüngsten Gewinne weiter aus. Die Titel der Credit Suisse S (+0,6 Prozent) hinkten etwas hinterher, schafften es am Nachmittag dann aber doch in die Gewinnzone. Die UBS könnte stärker als die CS von den anziehenden Renditen in den USA profitieren, meinte ein Händler.
Größter Verlierer waren die Titel des Hörgeräte-Herstellers Sonova (-1,5 Prozent), dahinter folgten diejenigen des Backwaren-Herstellers Aryzta (-1,4 Prozent) und des Technologie-Konzerns ABB (-1,4 Prozent). Überdurchschnittlich schwach zeigten sich auch die Pharma-Schwergewichte Novartis (-1,0 Prozent) und Roche (-0,3 Prozent).
~ ISIN CH0009980894 ~ APA536 2017-06-28/18:10