Mittelschule und bauliche Verkehrslösung gefordert
Ein Schulneubau im südöstlichen Mittelgebirge wird prioritär gesehen. Haller Verkehrsproblem brennt unter den Nägeln, nicht so der Brückenschlag.
Innsbruck –Am 25. Februar wird in Tirol der Landtag neu gewählt. Derzeit sind die Parteien mit den Listenerstellungen beschäftigt. Und es wird nicht lange auf sich warten lassen, bis die einzelnen Spitzenkandidaten wieder mit allerlei Themen und Versprechungen durch die Bezirke tingeln werden.
Im Zuge einer Postwurfaktion hat die TT nun nachgehakt, wie wichtig der Bevölkerung im Bezirk Innsbruck-Land gewisse Themen sind. Darunter auch die „Dauerbrenner“ in den vergangenen Jahren, die Liftverbindung von der Axamer Lizum in die Schlick 2000 und das Verkehrsproblem in Hall. Auch die Forderung nach einer eigenen Neuen Mittelschule im Raum des südöstlichen Mittelgebirges wurde dabei abgefragt.
Die Ergebnisse sind in allen drei Fällen eindeutig, wie die Auswertung der retournierten Fragebögen zeigt.
Zumindest aus Sicht der Bevölkerung kann die Politik den umstrittenen „Brückenschlag“ auch in Zukunft abhaken. Von den 3536 Personen, die auf diese Frage geantwortet haben, wollen 69 Prozent, dass die Politik auch künftig davon die Hände lässt. Nur 31 Prozent fordern eine Wiederaufnahme der aufgrund rechtlicher Hindernisse von der Landespolitik vorerst stillgelegten Pläne.
Noch eindeutiger fällt das Ergebnis zu der Forderung nach einer eigenen Neuen Mittelschule für die Region des südöstlichen Mittelgebirges aus. Wie berichtet, hatte eine private Elterninitiative aus Aldrans Unterschriften dafür gesammelt – 870 kamen zusammen. Bis dato müssen Kinder aus Aldrans, Lans, Sistrans, Patsch und Teilen von Ampass nach der Volksschule nach Innsbruck pendeln. Zeigte sich die lokale Politprominenz noch vor der Gemeinderatswahl 2016 prinzipiell aufgeschlossen, hieß es danach vonseiten der Regionsbürgermeister, dass kein Bedarf nach einer eigenen NMS bestünde.
Die Bevölkerung sieht das offenkundig anders. Von den 3342 Antworten, die die TT auf diese Frage erhielt, sprachen sich 72 Prozent für die Ansiedlung einer NMS im Mittelgebirge aus. 28 Prozent halten den Bedarf für zu gering.
Nach wie vor ungelöst ist die Verkehrssituation in Hall, auch wenn es zuletzt neuerliche Bestrebungen auf Stadt- wie Landesebene gab, sich des Problems wieder anzunehmen. Dass es trotz der gescheiterten „Spange Hall-Ost“ nicht ohne eine große bauliche Lösung gehen wird – davon zeigen sich von 3551 Personen insgesamt 68 Prozent dennoch überzeugt. Alternativen Lösungen wie etwa dem Ausbau und der Attraktivierung des öffentlichen Personennahverkehrs trauen nur 32 Prozent der Befragten zu, die Situation entspannen zu können. (TT, mami)