1.500 Euro Mindestlohn in Privatkrankenanstalten
Wien (APA) - Die rund 7.000 Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten bekommen rückwirkend mit 1. Juni eine Lohnerhöhung um mindestens 1,5...
Wien (APA) - Die rund 7.000 Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten bekommen rückwirkend mit 1. Juni eine Lohnerhöhung um mindestens 1,5 Prozent. Damit wird auch ein Mindestlohn von 1.500 Euro brutto für vollbeschäftigte Mitarbeiter realisiert. Darauf haben sich die Gewerkschaft vida und der Verband der Privatkrankenanstalten nach acht zähen Verhandlungsrunden geeinigt.
Der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner betonte, dass damit die angedrohte Aufkündigung des Kollektivvertrages vom Tisch sei. Er sprach in einer Aussendung von einer „guten Anpassung“. Der Generalsekretär des Verbands der Privatkrankenanstalten, Stefan Günther, betonte, dass sich das Engagement der Mitarbeiter natürlich auch in ihrer Entlohnung niederschlagen müsse. Gleichzeitig verwies er aber auch darauf, dass die österreichischen Privatkrankenanstalten wirtschaftliche Unternehmen seien, die sich selbst erhalten müssen und etwaige Abgänge nicht über die öffentliche Hand ausgleichen können.
Zusätzliche Erhöhungen gibt es für den Krankenpflegebereich. Hier gibt es nach angaben Günthers Erhöhungen um bis zu 6,93 Prozent. Zudem sorgen Schema-Verbesserungen für Steigerungen zwischen 2,23 und 24,8 Prozent. Steinkellner erläuterte, dass damit die Übernahme von mehr Verantwortung gemäß der Krankenpflege-Novelle abgebildet worden sei, mit der auch der neu geschaffenen Beruf der Pflegefachassistenz implementiert wurde.
Darüber hinaus wurde mit der Wiener Ärztekammer ein neues Gehaltsschema für jene Ärzte erarbeitet, die seit Juni in privaten Akutkrankenanstalten beschäftigt sind. Das hat es bisher nur für die Reha-Betriebe gegeben. Zudem wurde der Papamonat ab sofort als Rechtsanspruch im Kollektivvertrag verankert.