Ermittlungen gegen mutmaßlichen IS-Terroristen in Rumänien

Bukarest (APA/dpa) - Rumänische Staatsanwälte ermitteln gegen einen Mann, der für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) Informationen übe...

Bukarest (APA/dpa) - Rumänische Staatsanwälte ermitteln gegen einen Mann, der für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) Informationen über eine Militäreinrichtung zum Zwecke eines Attentats gesammelt haben soll. Dazu nahmen die Ermittler am Donnerstag drei Hausdurchsuchungen in der südrumänischen Region Arges vor, gaben die Anti-Terror-Einheit der Staatsanwaltschaft (DIICOT) und der Inlandsgeheimdienst SRI bekannt.

Der verdächtige Rumäne, der sich „Ibrahim“ nenne, habe sich „in einem europäischen Staat“ radikalisiert und in Sozialen Medien regelmäßig IS-Propaganda verbreitet. Medienberichten zufolge wurde „Ibrahim“ festgenommen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete unter Berufung auf Justizquellen, dass es sich bei der militärischen Einrichtung, für die sich „Ibrahim“ interessierte, um die US-Luftwaffenbasis Mihail Kogalniceanu nahe der Schwarzmeer-Stadt Constanta handle. Der islamistische Radikalisierungsprozess des 39-jährigen Verdächtigen habe in einem französischen Gefängnis begonnen, wo er wegen Diebstahls inhaftiert gewesen sei.