Merkel und Macron wollen Trump bei G-20-Gipfel nicht isolieren

Berlin/Washington (APA/dpa) - Deutschland und Frankreich wollen US-Präsident Donald Trump auf dem G-20-Gipfel wegen des geplanten Ausstiegs ...

Berlin/Washington (APA/dpa) - Deutschland und Frankreich wollen US-Präsident Donald Trump auf dem G-20-Gipfel wegen des geplanten Ausstiegs der Amerikaner aus dem Pariser Klimaabkommen nicht komplett isolieren.

„Wir stehen zu Paris, aber arbeiten auch daraufhin, dass wir gemeinsame Lösungen finden“, sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit europäischen Gipfelpartnern auf die Frage, ob es eine separate Erklärung zum Klima ohne die USA geben könnte.

„Es gibt Differenzen in verschiedenen Fragen, und es gibt auch auf der anderen Seite Gemeinsamkeiten“, etwa beim Kampf gegen den Terrorismus, dem Engagement für Frauen oder für die Gesundheit. Merkel betonte: „Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein wichtiger Teil der G-20 und deshalb werden wir alles daran setzen, auch gemeinsam zu arbeiten und gleichzeitig Differenzen nicht zuzuschütten.“

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sagte: „Es führt zu nichts, wenn wir einen Staat isolieren.“ Trump habe sich klar geäußert beim Klima. Eine gemeinsame Erklärung auf dem Gipfel sei wichtig, die Europäer würden bei ihrer Meinung bleiben. Einem Land solle die „Möglichkeit offen gehalten werden, mittelfristig zu reagieren“.

Zugleich betonte Macron die alten und tiefgreifenden Beziehungen seines Landes zu den USA etwa bei der militärischen Kooperation und der Zusammenarbeit gegen den Terrorismus. Merkel hatte sich zur Einstimmung auf das G-20-Treffen Anfang Juli in Hamburg mit europäischen Gipfelteilnehmern getroffen.