Stefanel besiegelte mit Banken Plan zur Stärkung der Kapitaldecke
Mailand (APA) - Der Aufsichtsrat der krisengeschüttelten italienische Modegruppe Stefanel hat mit einigen Gläubigerbanken, darunter der Bank...
Mailand (APA) - Der Aufsichtsrat der krisengeschüttelten italienische Modegruppe Stefanel hat mit einigen Gläubigerbanken, darunter der Bank Austria-Mutter UniCredit, einen Plan zur Stärkung der Kapitaldecke besiegelt. Dieser sieht auch eine Kapitalerhöhung im Wert von zehn Millionen Euro vor, die im September startet.
Im Zuge des Rettungsplans übernehmen der Private-Equity-Fonds Oxy und die britische Finanzgruppe Attestor eine 75-Prozent-Mehrheit an Stefanel übernehmen, berichteten italienische Medien. Der Anteil der Gründerfamilie Stefanel schrumpft auf zehn Prozent. Das Abkommen sieht vor, dass die Banken Stefanel eine Geldspritze von 25 Mio. Euro garantieren. Die Einigung mit den Banken beflügelte die Stefanel-Aktie an der Mailänder Börse, die am Sonntag um 18 Prozent auf 0,23 Euro zulegte.
Stefanel wird im Zuge eines Rationalisierungsplans Filialen in Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland sowie 40 Monomarken-Shops in Italien schließen. Derzeit besitzt Stefanel 400 Shops und zählt 1.000 Mitarbeiter.
Der Konzern will in Multimarken-Shops mehr Umsatz generieren. Personalkürzungen sind nicht vorgesehen. Die Produktqualität soll gesteigert werden. Stefanel will sich aus dem billigeren Marktsegment herausziehen, das von großen Ketten wie Zara und H&M dominiert wird. Seit 2013 ist Stefanel auf Talfahrt. Mehrere Shops mussten geschlossen werden.
Stefanel hatte das Jahr 2016 mit hohen Verlusten abgeschlossen. Der Nettoverlust betrug 25,3 Mio. Euro. 2015 lag der Verlust noch bei 7,68 Mio. Euro. Der Umsatz fiel 2016 um 14,4 Prozent auf 134 Mio. Euro. Die Verschuldung stieg auf 85,2 Mio. Euro.
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