G20-Berater - Trump erhöht im Stahlstreit Druck auf G20-Länder
Washington (APA/Reuters) - Wenige Tage vor dem G20-Gipfel legt US-Präsident Donald Trump einem Berater zufolge im internationalen Stahlstrei...
Washington (APA/Reuters) - Wenige Tage vor dem G20-Gipfel legt US-Präsident Donald Trump einem Berater zufolge im internationalen Stahlstreit eine härtere Gangart ein. Der Präsident werde von der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer die Verringerung von Überkapazitäten verlangen, sagte Trumps Chef-Wirtschaftsberater Gary Cohn am Donnerstag vor Journalisten.
Konkrete Schritte werde der Präsident auch fordern, um Verzerrungen im Welt-Stahlmarkt zu reduzieren. Grundlage dafür werde eine Bewertung des US-Handelsministeriums sein, die derzeit in der letzten Entwurfsphase sei. Trump wird zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein klares Signal für Freihandel angekündigt.
Trump will die heimische Stahlbranche stärken und geht mit Strafzöllen unter anderem bereits gegen die Salzgitter AG und die Dillinger Hütte vor. US-Handelsminister Wilbur Ross kündigte am Dienstag einen 1.600 Seiten umfassenden Bericht mit Empfehlungen zum Schutz der heimischen Industrie an. In einem Reuters-Interview sagte die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries jüngst, sie mache sich wegen etlicher Streitthemen immer mehr Sorgen über die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen.