Europas Leitbörsen zur Eröffnung kaum bewegt erwartet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Sowohl der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 als auch der in Frankfurt notierte DAX dürften heute kaum ver...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Sowohl der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 als auch der in Frankfurt notierte DAX dürften heute kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche, Freitag, starten. Der In London notierte FT-SE-100 dürfte dagegen etwas leichter ins Rennen gehen.
Tags zuvor hatte der DAX erstmals wieder seit April die Marke von 12.400 Punkten unterschritten und letztlich mit einem Minus von fast 2 Prozent nicht allzu weit darüber geschlossen. Ebenfalls mit klaren Abschlägen präsentierte sich am Donnerstag auch der Euro-Stoxx-50.
Im DAX dürfte der Blick erneut auf die Bankaktien und die Papiere des Versorgers RWE gehen. Während die Commerzbank und die Deutsche Bank bereits seit drei Handelstagen die Favoriten im Leitindex waren - am Donnerstag sogar die alleinigen Gewinner - sind die RWE-Papiere aktuell nicht mehr gefragt. Tags zuvor waren sie erneut Schlusslicht im Leitindex gewesen und hatten damit den neunten Handelstag in Folge nachgegeben.
Endgültige Zahlen für sein erstes Geschäftsquartal legte am Morgen der SDAX-Konzern Hornbach Holding vor. Die Muttergesellschaft der Baumarktkette Hornbach hatte die meisten Analysten Anfang Juni mit einem sehr starken Auftakt in das neue Geschäftsjahr 2017/18 überrascht, allerdings die Jahresziele unverändert beibehalten. Viele Marktteilnehmer rechnen daher mit einer Anhebung der Konzernergebnis-Prognose im weiteren Jahresverlauf. Vorbörslich legten die Papiere auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um moderate 0,22 Prozent zu.
Im Fokus dürften ansonsten zwei weitere Börsengänge stehen. Nachdem der Gang aufs Parkett für die Restaurantkette Vapiano eher schleppend verlaufen ist, wird nun mit Spannung erwartet, wie der Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero sich schlagen wird. Der Ausgabepreis für die Aktien des Unternehmens, an dem auch Rocket Internet beteiligt ist, lag bei 25,50 Euro und damit an der oberen Grenze der zuvor ausgegebenen Preisspanne. Damit nimmt das Start-up, zu dem in Deutschland die Marken Foodora, pizza.de und Lieferheld gehören, knapp eine Milliarde Euro durch den Börsengang ein.
Der Wohnimmobilienentwickler Noratis legte dagegen seinen Preis für die Aktien beim Börsengang am unteren Rand der ursprünglich anvisierten Spanne fest und gibt auch deutlich weniger Anteilsscheine aus. Die Aktien kommen nun zu 18,75 Euro auf den Markt. Die Erstnotierung wird im Scale Segment für kleine und mittelgroße Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen.
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