Bezirk Kitzbühel

Ehe mit dem BVB geht weiter

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Der Tourismusverband Brixental hat die Kooperation mit dem deutschen Bundesligisten bis Ende 2021 verlängert. Das Trainingslager ist nicht mehr fixer Bestandteil.

Von Harald Angerer

Kirchberg –Kaum ein Werbeposten des Brixentaler Tourismusverbandes wird so heiß diskutiert wie die Zusammenarbeit mit dem deutschen Fußball-Erstligisten BVB. Bereits seit 2012 besteht eine Kooperation zwischen dem TVB und dem Dortmunder Fußballclub. Und ebenso lange sind sich Befürworter und Gegner im Brixental nicht einig.

Anders sieht es da im Aufsichtsrat und Vorstand des TVB Brixental aus. Mit kommendem Jahr wäre die Zusammenarbeit ausgelaufen. Schon jetzt hat der TVB-Aufsichtsrat die Verlängerung der Partnerschaft bis Ende 2021 beschlossen – mit elf zu zwei Stimmen. TVB-Geschäftsführer Max Salcher bestätigt die Entscheidung. „Die TVB-Führung hat sich ausführlich mit der Partnerschaft beschäftigt und ist zu der Entscheidung gekommen, diese erneut zu verlängern“, sagt Salcher. Eine der Grundlagen für die Entscheidung war eine Werbewertanalyse. Diese hätte einen Werbewert von 2,3 Millionen Euro ergeben – „und das noch ohne Trainingslager, Fanclubturnier, dem Kindercamp und anderen Aktionen“, sagt Salcher.

Kein fixer Bestandteil des Vertrages ist das Trainingslager, dieses hatte für besonders viel Diskussionen gesorgt. „Das war aber schon immer so, vielleicht wurde das von uns nicht genug kommuniziert“, sagt Salcher. Das Trainingslager sei eine Option. Dementsprechend fallen dann auch die Kosten aus. Für die Partnerschaft macht der TVB, wie zu hören war, jährlich 250.000 Euro locker. Für den Fall eines Trainingslagers sind es noch einmal 235.000 Euro. Die genauen Zahlen will Salcher nicht bestätigen, die Dimension würde aber passen.

Um ein Trainingslager in Zukunft besser bewerben zu können, hat der BVB nun zugesichert, schon im September des Vorjahres das Trainingslager zu bestätigen, bis Ende Februar muss dann auch der Termin bekannt gegeben werden.

Ein wesentlicher Kritikpunkt – nicht nur im Brixental, auch vonseiten des BVB – war das fehlende Leben in der Partnerschaft. „Hier hat sich in den vergangenen Jahren aber einiges getan, wie zum Beispiel ein jährliches Sponsorentreffen“, sagt Salcher. Dabei kommt der BVB mit seinen Hauptsponsoren zu einem Treffen ins Brixental. Daraus würden dann weitere Möglichkeiten für das Brixental entstehen. So sei bereits eine Zusammenarbeit mit Signal Iduna, einem BVB-Sponsor, entstanden, auch mit Opel Deutschland liefen schon Gespräche, schildert Salcher.

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