Nach Brand in Wohnhausanlage im Südburgenland: 54-Jährige angezeigt

Großpetersdorf (APA) - Ein Kellerbrand in einer Wohnhausanlage hatte im April in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) einen Feuerwehreinsatz aus...

Großpetersdorf (APA) - Ein Kellerbrand in einer Wohnhausanlage hatte im April in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das stark verrauchte Gebäude musste dabei geräumt werden. Ermittler hatten bald den Verdacht, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte. Inzwischen wurde eine 54-jährige Frau als Verdächtige ausgeforscht. Sie hat bereits gestanden, berichtete die Polizei am Freitag.

Ein 32-Jähriger Radfahrer hatte am 12. April zu Mittag bemerkt, wie aus einem Kellerfenster der Anlage Rauch aufstieg. Er schlug Alarm und griff selbst zum Feuerlöscher, konnte wegen dichten Qualms jedoch nicht zum Brandherd vordringen.

Die Feuerwehren aus Großpetersdorf und Jabing löschten den Brand im Keller unter Einsatz von schwerem Atemschutz. Wegen der starken Rauchentwicklung und hoher Kohlenmonoxidwerte wurden alle 18 Wohnungen im Gebäude geräumt.

Ermittler schlossen laut Polizei schon bald einen technischen Defekt als Ursache aus. Die Spurenauswertung durch Kriminaltechniker des Innenministeriums ergab, dass in einem der Kellerabteile ein leicht brennbares Material entzündet worden war.

Bei den Befragungen im Haus, die ein Klima des Streits zwischen einzelnen Bewohnern offenbarten, stießen die Beamten auch auf die 54-Jährige. Die Frau legte schließlich ein Geständnis ab. Als Motiv gab sie an, sie hätte die Beschimpfungen durch andere Bewohner nicht mehr ausgehalten. Das Feuer habe sie gelegt in der Hoffnung, dass die Beschimpfungen aufhören.

Über die durch den Brand entstehende Gefahr sei sie sich nicht bewusst gewesen, erzählte die Frau den Ermittlern. Die Tat sei auch nicht gegen eine bestimmte Person gerichtet gewesen. Die 54-Jährige wird wegen Brandstiftung angezeigt.