Schiedsspruch zu Seestreit Slowenien-Kroatien: Juncker wartet ab

Den Haag/Ljubljana/Zagreb (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wollte sich am Freitag zum Schiedsspruch im Seestreit zwischen...

Den Haag/Ljubljana/Zagreb (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wollte sich am Freitag zum Schiedsspruch im Seestreit zwischen Slowenien und Kroatien noch nicht äußern. Er warte den Dienstag ab, sagte Juncker am Freitag in Tallinn unmittelbar vor Beginn des estnischen EU-Ratsvorsitzes.

Er wolle den Schiedsspruch zuerst lesen, bevor er „irgendwelche Entscheidungen treffe“, erklärte der Kommissionspräsident.

Am Donnerstag hatte ein Schiedsgericht in Den Haag 26 Jahre nach der Unabhängigkeit der beiden Staaten von Jugoslawien erstmals den genauen Grenzverlauf zwischen Slowenien und Kroatien bestimmt. Beim größten Zankapfel, der Seegrenze, setzte sich Slowenien durch. Es erhält einen eigenen Zugang zu internationalen Gewässern. Kroatien kündigte an, den Schiedsspruch nicht umsetzen zu wollen.

(Grafik 0656-15, Format 88 x 170 mm)