Erste Liga

Starke erste Halbzeit nährt die Hoffnung

© Thomas Boehm / TT

Die WSG Wattens verlor am Freitag 0:4 gegen Dynamo Kiew. Italienischer Testkandidat Pellizzari überzeugte.

Von Tobias Waidhofer

Wattens — Die WSG Wattens musste sich am Freitag dem ukrainischen Vizemeister Dynamo Kiew mit 0:4 beugen. Besonders unter Beobachtung stand dabei Stefano Pellizzari. Der 20-jährige Testkandidat aus Italien steht noch bis 2018 bei Juventus unter Vertrag. Zuletzt war er an den italienischen Drittligisten Carrarese ausgeliehen.

Am Freitag durfte er sich gleich gegen Hochkaräter probieren. Und schon nach 25 Sekunden war der Innenverteidiger gefordert, als er einen Ball von der Torlinie kratzte. Das war es aber vorerst mit der ukrainischen Offensiv-Herrlichkeit. Die Gäste um Superstar Andry Yarmolenko liefen in der Folge gegen starke Wattener vor allem dem Ball hinterher. Florian Mader (3.), Neuzugang Dino Kovacec (11.), Lukas Katnik (13.), Milan Jurdik (45.) und Benni Pranter (45.) wurden allesamt gefährlich, mit dem Führungstreffer wollte es aber nicht klappen.

Das torlose Remis zur Pause sprach auch für den Italiener Pellizzari, der in der Innenverteidigung neben David Gugganig eine solide Leistung zeigte und vor allem im Aufbauspiel technische Qualitäten aufblitzen ließ. Trainer Thomas Silberberger hatte jedenfalls genug gesehen und brachte zur Pause neun neue Spieler. Rückkehrer Simon Zangerl feierte dabei sein Comeback im Gernot-Langes-Stadion, Daniel Strickner dagegen sein WSG-Debüt. Und das große Wechselspiel (Kiew tauschte sogar komplett durch) zeigte seine Wirkung: Nach einer Standardsituation traf Tamas Kadar (55.) zum 0:1, eine Minute später legte Vitaliy Buyalskyi mit einem schönen Lupfer das 0:2 nach.

Nach vorne ging bei den Tirolern dann nicht mehr viel — es fehlte jetzt einfach auch an Qualität auf dem Platz. Artem Besedin (70.) und Vitorino Antunes (75.) erzielten noch zwei weitere Treffer. „Die erste Halbzeit war sehr gut. Im zweiten Durchgang haben die Jungen Lehrgeld gezahlt", meinte Trainer Thomas Silberberger. Pellizzari würde der Trainer „gerne dazunehmen. Er hat nach nur einer Einheit gezeigt, dass er Qualität hat." Eine endgültige Entscheidung soll am Samstag fallen.

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