Bezirk Innsbruck-Land

Einhausung bleibt in Zirl oberstes Ziel

Die Marktgemeinde setzt in Sachen Lärmschutz weiter auf eine große Lösung – und auf eine Politik der kleinen Schritte.

Zirl –Bereits im Dezember 2016 hatte sich der Zirler Gemeinderat einstimmig für ein­e Einhausung der B177 Seefelder Straße im Bereich der Nordumfahrung Zirl ausgesprochen. In seiner jüngsten Sitzung beschloss das Gremium nun, an diesem langfristigen Ziel weiter festzuhalten. Ein neues Lärmgutachten der Landesverkehrsabteilung war zuletzt, wie berichtet, zum Schluss gekommen, dass an der Nordumfahrung lediglich in Teilbereichen der bestehenden Lärmschutzwände „geringfügige Überschreitungen“ des Planungsrichtwerts von 50 Dezibel festzustellen seien. Zugleich gab es ein Angebot von LHStv. Josef Geisler, eine Ertüchtigung der Lärmschutzwände mit 50 % der Errichtungskosten zu unterstützen. Diese werden auf 800.000 bis eine Mio. Euro geschätzt.

Der Zirler Gemeinderat hat nun entschieden, diesem Vorschlag vorerst nicht näherzutreten. Zum einen, weil in Zirl für den Gemeindeanteil derzeit schlicht die budgetären Mittel fehlen. Zum anderen strebt man eben weiterhin eine Einhausung an – auch wenn klar sei, dass diese „ein Vielfaches“ kosten würde und in erster Linie vom Land finanziert werden müsste, wie BM Thomas Öfner (Für Zirl) einräumt. „Mir ist wichtig, mit den zuständigen Politikern im Dialog zu bleiben.“ Nächst­e Woche sei ein Termin mit Geisler vereinbart, auch mit LHStv. Felipe habe es schon Vorgespräche gegeben.

Zugleich hat der Gemeinde­rat beschlossen, das Lärmgutachten der Landesstraßenverwaltung noch einmal von einem eigenen Gutachter überprüfen und erläutern zu lassen. Die Gemeinde strebt auch weiterhin die – vom Land bisher abgelehnte – Installation einer eigenen Luftgütemessstelle in Zirl an. Zudem setzt man im Bereich der Nordumfahrung auf neue Bodenmarkierungen, neuen Straßenbelag und eine Geschwindigkeitsreduktion: Ein Verkehrsbüro arbeite derzeit einen Bodenmarkierungsplan aus, berichtet Öfner. Ziel sei eine Erhöhung der Sicherheit, insbesondere durch eine Temposenkung. Die Verordnung durch die BH Innsbruck und die Umsetzung durch das Baubezirksamt sollten „im Idealfall noch 2017 erfolgen“.

Vize-BM Iris Zangerl-Walser (Zukunft Zirl) freut sich, dass sich die Gemeinde damit „eindeutig zu allen Verbesserungsvorschlägen bekannt“ habe, die ihre Liste gemeinsam mit dem Transitforum seit Ende 2014 erarbeitet habe. (md)

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