„Ehe für alle“: Aidshilfe sieht noch „viel zu tun für Akzeptanz“
Berlin (APA/AFP) - Die Deutsche Aidshilfe hat den Bundestagsbeschluss zur Öffnung der Ehe als „historischen Meilenstein und Grund zu großer ...
Berlin (APA/AFP) - Die Deutsche Aidshilfe hat den Bundestagsbeschluss zur Öffnung der Ehe als „historischen Meilenstein und Grund zu großer Freude“ begrüßt. Das Parlament habe damit „ein lange überfälliges Signal setzt: Niemand darf aufgrund seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden“, erklärte Björn Beck vom Vorstand der Hilfsorganisation am Freitag in Berlin.
Zugleich bleibe aber „viel zu tun für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch respektiert wird“. Nötig sei etwa „die überfällige Reform des Transsexuellengesetzes, die Transmenschen das herabwürdigende Prozedere auf dem Weg zur rechtlichen Anerkennung ihres Geschlechts ersparen könnte“, erklärte Beck. „Auch in dieser Frage bremsen konservative Kräfte seit vielen Jahren zulasten der persönlichen Freiheit und der Gesundheit von Menschen.“
Generell beklagte die Aidshilfe „neue Angriffe vonseiten der neuen Rechten“. „Schon seit einigen Jahren haben sich homo- und transfeindliche Strömungen gebildet, die Emanzipationserfolge zurückdrehen wollen“, erklärte Beck. „Die AfD geht hier voran, aber die homo- und transphoben Bestrebungen finden auch in etablierten Parteien Beifall.“