Streit um Drucker-KV: Beide Seiten festgefahren
Wien (APA) - Im Streit um den Kollektivvertrag (KV) für die 9.500 Drucker haben sich beide Seiten einmal mehr festgefahren. Nachdem zu Woche...
Wien (APA) - Im Streit um den Kollektivvertrag (KV) für die 9.500 Drucker haben sich beide Seiten einmal mehr festgefahren. Nachdem zu Wochenbeginn die Arbeitnehmervertreter ihre Streikdrohung erneuerten, forderte heute, Freitag, die Arbeitgeberseite, dass die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) einen Feststellungsantrag zurückzieht bevor weiterverhandelt wird.
Mit diesem Antrag will die GPA beim Obersten Gerichtshof (OGH) klären, wer ihr Gegenüber bei den KV-Verhandlungen ist. Denn der bisherige Verhandlungspartner auf Arbeitgeberseite, der Verband Druck und Medientechnik, hat seine Kollektivvertragsfähigkeit zurückgelegt. Das Mandat ist an die gesetzliche Vertretung der Drucker, dem Fachverband Druck der WKÖ, übergegangen.
Sollte dem Antrag stattgegeben werden und der Verband Druck und Medientechnik der KV-Partner der Gewerkschaft sein, tritt der vorhergehende Kollektivvertrag in Kraft, der unter anderem kürzere Arbeitszeiten vorsieht, warnen die Arbeitgeber. „Die Konsequenzen können daher verheerend für die Betriebe sein, da sie mit unvorhersehbaren Nachzahlungen konfrontiert werden können“, so Geschäftsführer Karl Herzberger vom Fachverband Druck.
Er fordert daher die GPA auf den Feststellungsantrag zurückzuziehen, erst dann könne weiter verhandelt werden.