Amnesty warnt vor Zwangsenteignungen in der Türkei
Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat vor einer „unmittelbar bevorstehenden Zwangsenteignung“...
Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat vor einer „unmittelbar bevorstehenden Zwangsenteignung“ Hunderter Menschen in der Kurdenmetropole Diyarbakir gewarnt. „Diese Zwangsenteignungen verletzen die Menschenrechte der Anrainer“, sagte Andrew Gardner, Türkei-Experte von Amnesty, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Freitag.
Laut Gardner sind Wasser und Strom von zahlreichen Haushalten im historischen Viertel Sur abgestellt worden, „um die Menschen zum Verlassen ihrer Häuser zu zwingen“. Zudem seien die Anrainer nicht angemessen über ihre Rechte informiert und für ihre Häuser entschädigt worden. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur an die türkischen Behörden blieb zunächst unbeantwortet.
Das Viertel Sur war zwischen 2015 und 2016 Schauplatz von Kämpfen zwischen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und Sicherheitskräften. Im Sommer 2015 scheiterte ein mehr als zwei Jahre anhaltender Waffenstillstand zwischen PKK und türkischer Regierung.
~ WEB http://www.amnesty.org/ ~ APA500 2017-06-30/17:26