G-20 - Dt. Regierung: Kein Hinweis auf US-Ausstieg aus Finanzthemen

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die deutsche Bundesregierung hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sie Hinweise auf einen möglich...

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die deutsche Bundesregierung hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sie Hinweise auf einen möglichen Rückzug der USA aus zentralen Vereinbarungen bei der Kontrolle der Finanzmärkte hat. Diese Berichterstattung sei nicht zutreffend, teilte eine Regierungssprecherin auf Anfrage am Freitag mit.

Der „Spiegel“ hatte im Voraus gemeldet, die Bundesregierung habe Hinweise darauf, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump nach dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auch von der Zusammenarbeit im Kampf gegen Steueroasen und Steuerdumping sowie dem gemeinsamen Vorgehen bei der Regulierung der internationalen Finanzmärkte abrücken könnte.

Angeblich sollte der Wirtschaftsberater der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Lars-Hendrik Röller, am Freitag Gespräche in Washington führen. Als sogenannter Sherpa ist Röller maßgeblich für die Abschlusserklärung des G-20-Gipfels in Hamburg kommende Woche verantwortlich. Merkel hatte bereits am Donnerstag schwierige Gespräche in Hamburg zu den Themen Klimaschutz und Freihandel angekündigt.

Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries verschärfte unterdessen den Ton im schwelenden Streit um Stahlexporte in die USA. „Die EU wird angemessen reagieren, falls die USA Handelsbeschränkungen gegen deutsche oder europäische Stahlunternehmen einführen“, sagte die SPD-Politikerin dem „Spiegel“. Am Mittwoch hatte US-Handelsminister Wilbur Ross Deutschland und Europa mit einer schärferen US-Politik gegen als unfair eingeschätzte Importe gedroht.