Innsbrucker Lehrer fliegt zur NASA

Österreich schickt einen Lehrer und zwei Schüler zum Space Camp in den USA.

© Rudy De Moor / TT

Von Matthias Christler

Innsbruck –Der Weltraum, unendliche Langweile? Die Astronomie, die Faszination fremder Planeten und die Entdeckungen eines Galileo Galilei reißen nicht jeden Schüler so mit, wie es sich der Stoff verdienen würd­e. Wenig greifbar, zu weit weg. Der Innsbrucker Armin Lässer wird im kommenden Schuljahr als einziger Lehrer Österreichs seine Schüler mit Berichten aus erster Hand für den Weltraum begeistern können. Am Samstag hebt er in Richtung Huntsville, Alabama ab, um ein­e Woche am Space Camp der US-Raumfahrtbehörde NASA teilzunehmen.

Das „European Space Education Resource Office“, eine Kooperation der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit internationalen Partnern, suchte Anfang des Jahres einen Begleitlehrer für zwei Schüler. „Ich habe in meinem Motivationsschreiben angeführt, dass ich astronomische Themen besser weitergeben kann, wenn ich das selbst erlebt habe. Das kam offenbar gut an“, sagt der 35-jährige Lehrer für Physik und Mathematik am Innsbrucker Bundesrealgymnasium in der Au. Die Schüler, die er begleitet, kommen aus Wien und Eisenstadt.

Der Weltraum ist ein Faibl­e von Lässer. Als Kind schaute er mit einem Teleskop zu den Sternen, seine Diplomarbeit schrieb er über die Entfernung von Himmelsobjekten. Und wenn NASA oder ESA eine Mission auf den Mars oder bei Asteroiden im Internet übertragen, schaut er sich den Livestream an und baut es in den Unterricht ein.

„Beim Space Camp bekommen wir Unterrichtsmaterialie­n, wir absolvieren auch ein Astronautentraining, simulieren in einem Tauchgang die Schwere­losigkeit und fliegen in einem Simulator“, zählt Lässer auf, was ihn erwartet. Der Weltraum-Fan wird seinen Schülern Fan nach dem Trip zur NASA sicher einiges zu erzählen haben.


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