Blauhelmsoldat aus Marokko in Zentralafrikanischer Republik getötet
Bangui (APA/AFP) - In der Zentralafrikanischen Republik sind am Sonntag ein marokkanischer UN-Blauhelmsoldat getötet und drei weitere verlet...
Bangui (APA/AFP) - In der Zentralafrikanischen Republik sind am Sonntag ein marokkanischer UN-Blauhelmsoldat getötet und drei weitere verletzt worden. Wie die UN-Mission Minusca mitteilte, wurde bei Bangassou ein UN-Militärkonvoi in einem Hinterhalt angegriffen. Die Vereinten Nationen machten die prochristliche Anti-Balaka-Miliz für den Angriff im Südosten des Landes verantwortlich.
Die marokkanischen Soldaten hätten Wassertank-Lastwagen eskortiert. Die Minusca verurteilte die Attacke. Bereits im Mai waren bei Bangassou sechs Blauhelmsoldaten getötet worden.
In der Zentralafrikanischen Republik hatten 2013 nach dem Sturz des christlichen Präsidenten Francois Bozize überwiegend muslimische Seleka-Rebellen die Macht übernommen. Das Land geriet in eine Spirale der Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen. Bei Massakern wurden tausende Menschen getötet, hunderttausende weitere wurden in die Flucht getrieben.
Da es den Truppen der Afrikanischen Union nicht gelang, das Land zu befrieden, entsandte die ehemalige Kolonialmacht Frankreich im Dezember 2013 ein eigenes Truppenkontingent. Seit September 2014 sind in Zentralafrika zudem Blauhelmsoldaten der UN-Truppe Minusca im Einsatz. Aus der Hauptstadt Bangui wurden bewaffnete Gruppen vertrieben, auf dem Land sind sie aber weiterhin aktiv, und die Spannungen zwischen den Konfliktparteien bleiben bestehen.
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