Terror

Mindestens 35 Tote bei Explosion in Kabul

Weitum war die Rauchsäule nach der Explosion einer Autobombe zu sehen.
© Reuters

Es ist der bereits zehnte schwere Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit Jahresbeginn: Bei einer Explosion einer Autobombe wurden in Kabul mindestens 35 Menschen getötet. Die Zahl der Opfer könnte noch ansteigen.

Kabul - Bei einer schweren Explosion in der afghanischen Hauptstadt sind mindestens 35 Menschen getötet worden. Am frühen Morgen hatte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahidullah Madschroh, noch von 24 Toten gesprochen. Außerdem seien bisher zwölf Verletzte in Krankenhäuser gebracht worden.

Der Sprecher des Innenministeriums Nadschib Danisch sagte, es handele sich um eine Autobombe. Der Fahrer habe in dem Wagen gesessen, auch er sei getötet worden. Zu dem Anschlag bekannten sich laut Nachrichtenagentur Reuters die radikalislamischen Taliban.

Nach ersten Erkenntnissen detonierte die Bombe im Viertel Gulai-e Dawachana, nahe dem Haus des stellvertretenden Regierungsgeschäftsführers, Hadschi Mohammed Mohakek. Einem Reporter der BBC sagte ein Sprecher von Mohakek, der Politiker sei unversehrt. In der Nähe soll sich auch eine der vielen privaten Universitäten der Stadt befinden. Ob Studenten betroffen waren, blieb zunächst unklar.

Erste Fotos zeigten eine in Rauchwolken gehüllte Straße, verkohlte Bäume, mehrere kleine Feuer und schwer beschädigte Häuser und Läden. Es ist bereits der zehnte schwere Anschlag in der Stadt seit Jahresbeginn. Kabul verzeichnet landesweit die meisten zivilen Opfer von Anschlägen. (dpa)