Viennale-Direktor Hurch 2 - Cineast voll Expertise und Leidenschaft

Wien (APA) - Hans Hurch (1952-2017) prägte das heimische Film- und Festivalgeschehen seit langem. Seit 1997 war der ehemalige Filmjournalist...

Wien (APA) - Hans Hurch (1952-2017) prägte das heimische Film- und Festivalgeschehen seit langem. Seit 1997 war der ehemalige Filmjournalist Direktor des wichtigsten heimischen Filmfestivals, der Viennale. „Ich bin nicht die Viennale. Ich mache die Viennale nicht alleine, auch wenn ich sie sehr geprägt habe“, hatte er betont, als sein Vertrag noch einmal, bis Ende 2018, verlängert worden war.

Geboren wurde Hurch am 18. Dezember 1952 in Schärding (Oberösterreich). Ab 1971 studierte er Kunstgeschichte, Philosophie und Archäologie an der Universität Wien, ab 1976 war er Mitarbeiter der Wiener Stadtzeitung „Falter“. Neben seiner journalistischen Tätigkeit organisierte er Filmreihen und Retrospektiven. Von 1986 bis 2000 wirkte er als Regieassistent und Mitarbeiter bei Theater- und Filmarbeiten von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet mit, 1990-92 arbeitete er mit der Dokumentarfilmerin Astrid Johanna Ofner zusammen.

1993 bis 1996 war Hurch Kurator des Projektes „hundertjahrekino“ anlässlich des hundertsten Geburtstages des Kinos. 1997 trat er sein Amt als Viennale-Chef an, das er mit großem Enthusiasmus, Expertise und Leidenschaft ausfüllte. Die Viennale wurde unter seiner Leitung ein international beachtetes und vom Publikum begeistert angenommenes Festival für Cineasten. „Mit 2018 ist meine Arbeit wirklich zu Ende“, hatte Hurch, der sich nicht nur in seinen Eröffnungsreden immer wieder pointiert und kritisch zu politischen und kulturpolitischen Themen äußerte, vor zwei Jahren versichert. Sein Posten hätte Mitte 2017 ausgeschrieben werden sollen.

(S E R V I C E - www.viennale.at)