Europas Leitbörsen am Vormittag im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Montagvormittag im Minus notiert. Die Vorgaben der Börsen in Asien waren zunächs...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Montagvormittag im Minus notiert. Die Vorgaben der Börsen in Asien waren zunächst gemischt ausgefallen.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr mit minus 0,30 Prozent oder 10,21 Punkte bei 3.441,50 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,17 Prozent oder 20,78 Zähler auf 12.219,28 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,48 Prozent oder 35,54 Einheiten auf 7.417,37 Punkte.

Am heutigen Vormittag wurden die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone für Frankreich, Deutschland und die Eurozone veröffentlicht. Den Daten zufolge hat sich die Unternehmensstimmung im Euroraum im Juli den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Wie das Institut IHS Markit mitteilte, lag der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex bei 55,8 Punkten. Das sind 0,5 Zähler weniger als im Vormonat

Der Internationale Währungsfonds IWF rechnet hingegen trotz der Unsicherheiten über die US-Finanz- und Wirtschaftspolitik mit einer Beschleunigung des globalen Wachstums. Für seine aktuelle Wachstumsprognose 2017 für die Eurozone revidierte der IWF seine Schätzung auf 1,9 Prozent nach oben. Für das Jahr 2018 erwartet die Finanzinstitution 1,7 Prozent.

Bei den Einzeltiteln verloren die Aktien der deutschen Autobauer deutlich: Volkswagen fielen um 3,38 Prozent, Daimler um 2,62 Prozent und BMW um 2,59 Prozent. Am vergangenen Freitag waren nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ Kartellvorwürfe gegen die deutschen Automobilschmieden laut geworden. Demzufolge sollen Vertreter von VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler sich schon seit den 1990er-Jahren gemeinsam über Technik, Kosten und Zulieferer verständigt haben.

Die Aktien des schweizer Bankhauses Julius Bär konnten am heutigen Handelstag deutliche Zugewinne verbuchen. Sie stiegen um knapp 7 Prozent. Wie die Bank zuletzt bekannt gab, legten die verwalteten Vermögen des in Zürich notierten Geldhauses um 6 Prozent auf 355 Mrd. Franken zu.

An der Euronext Amsterdam konnten Philips mit einem Plus von 3,39 Prozent ebenfalls deutliche Zugewinne verbuchen. Der Elektrokonzern aus Holland hat sich zuletzt von seinem Leuchtengeschäft getrennt und konzentriert sich vor allem auf das Geschäft mit Medizintechnik und privater Gesundheitspflege. Sein um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) war um 15 Prozent geklettert.

In London rutschten Aktien der Billigfluglinie Ryanair hingegen um knapp 4 Prozent ab. Die Airline aus Dublin hatte zuletzt einen deutlich höheren Gewinn bekannt gegeben. Was den langfristigen Blick auf die Luftfahrtbranche angeht, schließt sich Ryanair seinem Konkurrenten Easyjet an: Auch die Iren rechnen mit einem anhaltend scharfen Wettbewerb bei den Ticketpreisen. Auch die Titel des Konkurrenzunternehmens Easyjet verloren daraufhin im Handel. Sie notierten am Vormittag um 2,52 Prozent leichter.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA140 2017-07-24/10:49