Spionage-Alarm: Die Bundesliga-Klubs bringen Schlagzeilen
RB Leipzig und der Hamburger SV tanzen heute in Kematen bzw. in Imst zu Testspielen an. Und die deutsche Presse hat schon wieder Zündstoff entdeckt.
Innsbruck –Dass eine Webcam in Seefeld, die den Fortschritt der Bauarbeiten im neuen Skistadion im Netz dokumentieren soll, womöglich eine taktische Spionage bei RB Leipzig ermöglicht, war für die Bild-Zeitung am Wochenende ein gefundenes Fressen. Die Bullen um Coach Ralph Hasenhüttl sind am Samstag zum Training nach Kematen übersiedelt, wo heute (17.30 Uhr) das Testspiel gegen den türkischen Erstligisten Konyaspor steigt. Schauen, wie viel der Leipziger Auftritt mit drei ÖFB-Teamspielern (Sabitzer, Ilsanker, Laimer) der Öffentlichkeit verrät.
Der Bild-Titel „Webcam-Spionage! RB trainiert neben Rocker-Club“ war für die Kemater Blues sicher eine launige Werbung. Hinter dem Stadion hat der „MC Underground Austria“ eine kleine Station. „Das sind alles feine Burschen. Die haben den Leipzigern ja sogar beim Buseinweisen geholfen“, lacht Kematen-Obmann und Augenzeuge Arno Bucher zur Rockerlegende. Fakt ist, dass Leipzig am Sonntag und Montag wieder ganz normal in Seefeld trainiert hat.
Der Hamburger SV musste sein Trainingscamp nach Platzproblemen in Leogang nach Längenfeld verlegen. Und deswegen findet der Test gegen Sparta Rotterdam (in Nauders/Almhof stationiert) nicht wie ursprünglich geplant in Kufstein, sondern dank der Initiative von Ralph Schader heute (18.30 Uhr) im Imster Sportzentrum statt. Wer um die Anziehungskraft des HSV weiß, kann sich auf einen regen Zustrom einstellen. Den Fans soll in Kematen wie in Imst in jedem Fall einiges geboten werden. Im deutschen Blätterwald rauscht’s mit Sicherheit. (lex)