Mögliches Autokartell: Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft Vorwürfe

Berlin (APA/Reuters) - Nach den Vorwürfen gegen deutsche Autokonzerne wegen rechtswidriger Absprachen denkt die Staatsanwaltschaft Braunschw...

Berlin (APA/Reuters) - Nach den Vorwürfen gegen deutsche Autokonzerne wegen rechtswidriger Absprachen denkt die Staatsanwaltschaft Braunschweig über eigene Untersuchungen nach. „Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung werden wir prüfen, ob ein neues Ermittlungsverfahren einzuleiten ist oder ein bereits laufendes Verfahren rechtlich erweitert wird“, teilte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde mit.

Die Prüfung werde einige Tage dauern.

Das Magazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, dass sich die fünf führenden Automarken - VW, Audi, Porsche, BMW und Mercedes-Benz - seit den 90er-Jahren in geheimen Arbeitskreisen über die Technik ihrer Fahrzeuge sowie Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgestimmt hätten. Die Braunschweiger Behörde ermittelt bereits seit fast zwei Jahren wegen des Abgasskandals bei Volkswagen. Wegen unterschiedlichere Delikte sind fünf Verfahren mit insgesamt 47 Beschuldigten anhängig.

Gegen die VW-Tochter Audi ermittelt im Dieselskandal die Münchner Staatsanwaltschaft. Anfang Juli war erstmals in Deutschland ein Ex-Manager festgenommen worden - wegen des Verdachts des Betrugs und der unlauteren Werbung. Zu den möglichen Folgen des Kartellverdachts gegen die fünf Autohersteller für die Ermittler in München äußerte sich die Behörde nicht.