Flüchtlinge - Sobotka bei Konferenz zu Mittelmeerroute in Tunis
Brüssel/Wien/Tunis (APA) - Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) nimmt Montag in Tunis an einem Treffen von Ressortchefs aus anderen europäis...
Brüssel/Wien/Tunis (APA) - Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) nimmt Montag in Tunis an einem Treffen von Ressortchefs aus anderen europäischen Staaten sowie mehrerer afrikanischer Länder zur Lage der zentralen Mittelmeerroute teil. Vertreten sind auch die Innenminister aus Italien und Deutschland sowie EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos.
Von den nordafrikanischen Staten sind nach Angaben der EU-Kommission neben Tunesien auch Ägypten und Algerien vertreten.
Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuletzt mit seiner Forderung nach einem Stopp des Fährverkehrs mit Flüchtlingen von italienischen Inseln zum italienischen Festland für Aufregung beim südlichen Nachbarland gesorgt. Das Thema könnte von italienischer Seite angesprochen werden.
Vertreten sind bei dem Treffen auch die Innenminister u.a. aus Frankreich, Slowenien, Malta sowie dem Nicht-EU-Land Schweiz. Schwerpunkt der Debatte ist, gemeinsam mit nordafrikanischen Staaten die Schlepperkriminalität zu bekämpfen. So soll die libysche Küstenwache in Nordafrika so ausgestattet sein, dass Boote mit Flüchtlingen nicht ablegen können.
Darüber hinaus geht es um die Sicherung der Südgrenze. Flüchtlingsströme sollten schon aus Zentralafrika heraus in Richtung der nordafrikanischen Mittelmeerstaaten unterbrochen werden.
Kommentare