Fußball: Altach nach 3:0 bereit „für die richtigen Jungs“ von Gent

Altach/Wien (APA) - Des einen Freud, des anderen Leid. Während der SCR Altach mit dem 3:0-Sieg gegen die Wiener Austria zum Auftakt der heim...

Altach/Wien (APA) - Des einen Freud, des anderen Leid. Während der SCR Altach mit dem 3:0-Sieg gegen die Wiener Austria zum Auftakt der heimischen Fußball-Meisterschaft eine perfekte Generalprobe für das Drittrunden-Hinspiel in der Europa-League-Qualifikation auswärts bei Gent am Donnerstag (20.30 Uhr) gefeiert hat, heißt es beim Vizemeister vor dem Heimspiel gegen Limassol (21.05/live ORF eins) Wunden lecken.

Den Vorarlbergern gelang mit viel Glück nach nicht einmal einer Minute die Führung. Hannes Aigner befand sich dabei aber eindeutig in Abseitsstellung, die jedoch von den Unparteiischen nicht geahndet wurde. Nach zehn Minuten war die Partie dank eines sehenswerten Weitschusses von Kristijan Dobras praktisch entschieden. Altach-Trainer Klaus Schmidt war zufrieden, dass sein Konzept aufgegangen war.

„Das ist ein Auftakt nach Maß gewesen. Wir wollten die Austria relativ hoch erwischen. Das ist gleich zu Beginn aufgegangen. Wenn man so in ein Spiel startet, ist es angerichtet“, betonte Schmidt. Besonders zufrieden zeigte sich der 49-Jährige mit der defensiven Stabilität seiner Truppe zufrieden. „Wir sind eine Mannschaft, die zur Zeit relativ wenig Tore bekommt. Da kann man sich schon mal darauf verlassen, dass die Partie relativ früh entschieden ist.“

Auch Adrian Grbic sah den frühen Doppelpack seines Teams wenig überraschend als spielentscheidend an. „Man hat gesehen, wie wir danach das Spiel kontrolliert haben.“ Seinen Debüttreffer zum 3:0 in seinem ersten Bundesliga-Spiel empfand der Ex-FAC-Stürmer als „Befreiungsschlag“.

Schmidt richtete den Fokus nach dem Spiel auf die kommende Aufgabe in Belgien. Die Rollenverteilung ist für den bei Altach nach sechs Spielen weiter unbesiegten Cheftrainer klar. „In Gent spielen die großen, die richtigen Jungs Fußball, und dort wollen wir dabei sein.“

Ganz anders ist die Stimmungslage naturgemäß bei den Wienern. Heiko Westermann ging im Interview mit dem TV-Sender Sky hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. „Wir haben das Spiel mit zu viel Risiko begonnen. Natürlich kommt dazu, dass das erste Gegentor für mich ein glasklares Abseits ist“, erklärte Westermann. Hauptverantwortlich war dieser Umstand für den Abwehrspieler für die Niederlage aber nicht. Altach, das dank Europa-League-Qualifikation bereits vier Pflichtspiele mehr in den Beinen hat, sei besser im Rhythmus gewesen.

Letztlich, so der 27-fache deutsche Teamspieler müsse man mit dem 0:3 sogar noch zufrieden sein. „Am Donnerstag müssen wir alle eine bessere Leistung bringen“, nahm der Routinier jeden einzelnen seiner Mitspieler vor dem internationalen Saisondebüt der Wiener in die Pflicht.